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Stadt Wolfsburg Keine Stadt zieht so an wie Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Keine Stadt zieht so an wie Wolfsburg
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00:18 18.06.2019
Pendlerströme: Viele, die im Kreis Gifhorn wohnen, arbeiten in Wolfsburg. Die VW-Stadt „importiert“ besonders. Der Kreis Peine ist schon mehr nach Hannover und Braunschweig orientiert. Quelle: Sebastian Preuß (Archiv)
Wolfsburg/Gifhorn/Peine

Wolfsburg zieht eindeutig mehr Pendler an, als es abgibt. Das belegt die Statistik der Agentur für Arbeit ganz deutlich.

Fast 80.000 Beschäftige pendeln nach Wolfsburg

78.332 Beschäftigte fahren täglich aus dem Umland in die Stadt – die meisten, nämlich 26.638, aus dem Kreis Gifhorn. Auf Platz zwei liegt Helmstedt mit 13.132 Pendlern, auf drei Braunschweig mit 11.085. Aus Peine kommen immer noch 1936 in die VW-Stadt, aus Magdeburg 834.

Die Pendlerströme von und nach Wolfsburg Quelle: Sydow (Montage)

Die Auspendler aus Wolfsburg

In Wolfsburg leben 51.907 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Davon gibt die Stadt 2664 an Braunschweig ab und 2122 an Gifhorn. Weit abgeschlagen auf Rang drei liegt Helmstedt mit 801 Einpendlern aus der VW-Stadt. 159 Wolfsburger pendeln nach Hamburg. Nur 18,4 Prozent der Wolfsburger (9554 Menschen) arbeiten woanders.

Pendler aus und nach Gifhorn

Im Kreis Gifhorn wohnen 71.553 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Mehr als die Hälfte, nämlich 44.081 (61,6 Prozent), pendeln in eine andere Stadt oder einen anderen Landkreis. Allein 26.638 zieht es nach Wolfsburg, Braunschweig liegt mit 8242 auf Platz zwei, die Region Hannover mit 2156 auf drei. In den Kreis Peine fahren 767.

Gifhorn zieht aber auch 14.480 Pendler an. Die meisten, nämlich 2923, kommen aus Braunschweig, Wolfsburg liegt mit 2122 auf Platz zwei, der Altmarkkreis Salzwedel mit 1617 auf drei. 984 Pendler kommen aus dem Kreis Peine.

Die Zahlen für Peine

60,4 Prozent der Peiner arbeiten in einem anderen Landkreis. Von den 53.183 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten 32.119 auswärts. Mit 9872 liegt Braunschweig als Arbeitsstandort auf Platz eins, die Region Hannover mit 8165 auf zwei. Auf Rang drei kommt Salzgitter mit 4879, der Kreis Hildesheim zieht 2065 Peiner ab. 219 arbeiten in Hamburg.

11.085 Beschäftigte pendeln in den Kreis Peine ein, mit 2431 die meisten aus der Region Hannover. Auf Platz zwei liegt Braunschweig mit 1936, auf drei Hildesheim mit 1391.

Frank Deuter fährt mit dem Pedelec

Frank Deuter wohnt in Gamsen und arbeitet bei VW in Wolfsburg. Er legt jeden Tag 40 Kilometer zurück. Zehn Monate lang mit dem Pedelec oder dem Roller, zwei Wintermonate lang mit dem Bus. Das Auto nutze er „ganz selten“, das nehme seine Frau. Der 53-Jährige hat den Zweitwagen längst abgeschafft, aus mehrere Gründen von den Kosten bis hin zum Platzangebot zuhause. „Man bräuchte es nur zum Shutteln.“ Das erledige er seit sieben Jahren am liebsten auf zwei Rädern.

Fährt täglich insgesamt 40 Kilometer mit dem Pedelec zur Arbeit und zurück: Frank Deuter aus Gamsen. Quelle: Cagla Canidar

Das Radeln sei ein guter Ausgleich zu seinem Laufsport. Und schneller als der Bus. Den ÖPNV zum Werk bewertet er für sich als „schlecht“. Mit dem brauche er von der Haustür bis zur Wache eine Stunde, mit dem Fahrrad 45 bis 50 Minuten.

Nora Schöps schwört auf den Kleinwagen

Nora Schöps wohnt in Braunschweig und arbeitet als Auszubildende bei der Stadthalle Gifhorn. Sie legt jeden Tag 60 Kilometer als Pendlerin zurück. Dazu hat sie sich extra einen VW Up Benziner zugelegt. „Eigentlich habe ich das Auto nur für die Ausbildung. In Braunschweig fahre ich viel Fahrrad.“

Fährt täglich insgesamt 60 Kilometer mit dem Benziner zur Arbeit und zurück: Nora Schöps aus Braunschweig Quelle: Sebastian Preuß

Sie tanke einmal im Monat für etwa 50 Euro und ist froh, dass ihr kleiner Flitzer nicht so durstig ist. Früher sei sie nach Hannover mit der Bahn gependelt. Das würde sie gern auch nach Gifhorn so machen, aber: „Der Erixx fährt nicht zu den passenden Zeiten.“ Der Ein-Stunden-Takt würde das wohl ändern. „Das wäre perfekt.“ Der Bus sei keine Alternative. „Da müsste ich viel zu früh aufstehen.“

Stefan Gieße bevorzugt das E-Auto

Stefan Gieße wohnt in Kästorf und arbeitet bei VW in Wolfsburg, er fährt jeden Tag 44 Kilometer. Dazu nutzt er einen GTE-Passat. „Ich fahre nach Möglichkeit nur elektrisch.“ Auf der Hinfahrt könne es mal passieren, dass der Benziner dazuschaltet, wenn in der Nacht nicht genug Ladung war.

Fährt täglich 44 insgesamt Kilometer mit dem Elektro-PKW zur Arbeit und zurück: Stefan Gieße aus Kästorf Quelle: Sebastian Preuß

Bei den Kosten habe er allerdings keinen Vorteil, so der Ingenieur. „Ein E-Auto verbraucht nicht weniger Energie als ein Verbrenner.“ Sein Fazit: „Die Spritpreise sind zu niedrig.“ Der Bus sei für ihn keine Alternative: „Dafür bin ich bei meinen Arbeitszeiten zu flexibel.“ Sollte sich der Straßenverkehr weiter verschlechtern, würde er auf zwei Räder umsteigen – allerdings auf ein E-Bike mit Tempo 45-Zulassung.

Von Dirk Reitmeister

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