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Stadt Wolfsburg Deshalb überquert Axel Kuba die Pyrenäen mit dem Fahrrad
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Deshalb überquert Axel Kuba die Pyrenäen mit dem Fahrrad
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19:26 05.08.2019
Hochmotiviert: Axel Kuba will die Pyrenäen auf seinem Fahrrad überqueren. Quelle: Foto: Boris Baschin
Detmerode

710 Kilometer und 17 400 Höhenmeter in drei Wochen: Das ist für einen normalen Fahrradfahrer schon eine mächtige Herausforderung. Für den Detmeroder Axel Kuba (67) ist die Anstrengung noch größer: Er leidet an Parkinson und möchte diese Tour über die Pyrenäen nutzen, um sich einen Jugendtraum zu erfüllen und um Spenden für die Parkinson-Forschung zu sammeln.

„Ich fahre schon mein ganzes Leben lang gerne und viel Fahrrad“, sagt der 67-Jährige. Überhaupt sei er immer sportlich gewesen: Laufen, Kanu fahren – er mag Langstreckensport. Das ADFC-Mitglied (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) hat Touren zum Bodensee und über die Alpen absolviert. 2014 bekam der frühere VW-Mitarbeiter (Trainer für Techniker) dann die Diagnose Parkinson. „Damals hat mir die Hilde-Ulrichs-Stiftung sehr geholfen“, betont Kuba. „Jetzt möchte ich auch helfen.“

Ernährung spielt zentrale Rolle

Bei der Hilde-Ulrichs-Stiftung hat er ein Spendenkonto eingerichtet: „Alle Spenden fließen in ein Forschungsprojekt der Universität in Bonn.“ Dort forsche man an einem sehr spannenden Thema: „Wie beeinflusst die Ernährung die Parkinson-Erkrankung?“ Denn, so Kuba: „Heute weiß man, dass Parkinson im Darm beginnt.“ Die Ernährung spiele eine zentrale Rolle – nur welche? „Daran forscht die Uni Bonn.“ Eine Forschung, die vielen Parkinsonpatienten das Leben möglicherweise erleichtern könnte.

WAZ-Info: Das 3P-Projekt

Das 3P-Projekt – so nennt Axel Kuba seine Tour. Die drei Ps stehen für: Mit Parkinson über die Pyrenäen nach Perpignan. Alle Infos zur Tour stehen auf der Website www.das-3p-projekt.de. Wer spenden möchte, kann dies auf folgendes Konto tun: Bank für Sozialwirtschaft, Kennwort: 3P-Projekt, IBAN DE 79 5502 0500 0001 5494 00. Infos zur Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinson-Forschung gibt es unter www.parkinsonweb.com.

Was Parkinson für einen Patienten bedeutet, weiß Axel Kuba genau: Auch beim ihm zittert die linke Hand. Mal kaum, mal stark. „Damit lernt man umzugehen“, betont er. Und kommt dann zu seinem zentralen Thema: „Ich möchte andere Menschen zur Bewegung motivieren. Bewegung ist bei dieser Erkrankung enorm wichtig. Man soll nicht über das jammern, was nicht mehr geht. Sondern das mit Freude machen, was noch geht!“

Sohn stellt Tourenrad zur Verfügung

Zum Beispiel mit einem Langstrecken-Tourenrad über die Pyrenäen vom Atlantik bis zum Mittelmeer nach Perpignan fahren. Axel Kuba lächelt: „Ein Jugendtraum von mir.“ Den er sich mit Hilfe seiner Familie erfüllt: Sein jüngster Sohn stellt ihm sein Rad zur Verfügung, sein ältester Sohn hat das Logo für sein „3-P-Projekt“ (Parkinson, Pyrenäen, Perpignan) entworfen, sein Schwager begleitet ihn auf dem Rad, seine Schwester mit dem Auto.

Axel Kuba und Klaus Mohrs im Gespräch. Quelle: Axel Kuba und Klaus Mohrs

Was Axel Kuba besonders freut: „Unser Oberbürgermeister Klaus Mohrs hat die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen.“ Jetzt suche er noch Sponsoren und Spender: „Die ersten haben schon gespendet“, freut er sich. Aber noch suche er Wegpaten: „Für 20 Euro ist man Wegpate für einen Kilometer und 25 Höhenmeter. Alle Spenden werden wirklich gespendet – die Reise zahle ich selbst.“

Danach Urlaub am Mittelmeer

Los geht es Ende August: Dann fährt Axel Kuba mit dem Zug zu seiner Schwester nach Stuttgart. Von dort fährt das Team mit dem Auto nach Biarritz – dort startet die Fahrradtour. Nach rund drei Wochen will Kuba in Perpignan sein. Und erst einmal Urlaub am Mittelmeer machen.

Von Carsten Bischof

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