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Stadt Wolfsburg Orwells 1984 auf gutem Niveau, aber mit kaum Spannung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Orwells 1984 auf gutem Niveau, aber mit kaum Spannung
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17:55 23.09.2019
Szene aus 1984: Die Inszenierung von Johannes Pfeifer nach einer Bearbeitung von Alan Lyddiard kam mit einem minimalen Bühnenbild mit interessanten Lichteinstellungen aus. Quelle: Gero Gerewitz
Innenstadt

George Orwells dystopisches Werk „1984“ war am Sonntagabend auf der Bühne des Scharoun Theaters zu sehen. Die Inszenierung von Johannes Pfeifer nach einer Bearbeitung von Alan Lyddiard kam mit einem minimalen Bühnenbild mit interessanten Lichteinstellungen aus.

Im Überwachungsstaat Ozeanien herrscht die Einheitspartei. Big Brother hat seine Augen und Ohren überall, angeblich nur, um seine Bürger zu schützen. Winston Smith (Jaques Breuer) arbeitet im Ministerium für Wahrheit. Er verfälscht alte Texte, um eine Vergangenheit zu schaffen, die am besten zur Gegenwart passt.

Gefangen und gefoltert

Doch innerlich begehrt er auf gegen die totalitäre Herrschaft. Mit seiner heimlichen Geliebten Julia (Isabell Kott) will er sich dem Widerstand anschließen. Doch die Gedankenpolizei hat die beiden längst im Visier. Sie werden gefangen genommen, gefoltert und Gehirnwäschen unterzogen, bis sie am Ende gebrochene, umprogrammierte Menschen sind, die letztendlich dann für ihren Verrat erschossen werden.

In seiner Anmutung erinnerte die Inszenierung ein bisschen an Michael Radfords Verfilmung aus dem Jahr 1984 mit John Hurt in der Hauptrolle. Allerdings fokussiert die Bearbeitung von Lyddiard noch stärker alleine auf den Hauptcharakter. Das Gelingen der Inszenierung lag nahezu alleine auf den Schultern Jaques Breuers, der diesem extrem hohen Anspruch nicht komplett gerecht werden konnte.

Ein Stück Intensität fehlte

Nur eine außerordentliche schauspielerische Leistung hätte dazu gereicht, dem Stück die Intensität zu geben, um das Publikum richtig in den Bann zu ziehen. Die karge Ausstattung und das akzentuierte Licht reichten nicht ganz. Auch die eingespielten Metallica-Stücke, durch das Streichquartett Apocalyptica eindringlich mit leichtem Gänsehauteffekt vorgetragen, reichten nicht, die Stimmung zu verstärken.

Erst nach der Pause wurde es richtig fesselnd. Im Zusammenspiel zwischen dem Parteifunktionär O’Brien (Marcus Widmann) als Oberfolterer und dem gepeinigten Smith entwickelte sich eine spannungsgeladene Atmosphäre. Widmann und Breuer gaben da ein großartiges Duo ab.

So endete das Stück auf gutem Niveau, während es zuvor leider ein bisschen zu dröge daher kam. Die Figuren blieben über weite Strecken blass. Die Spannung hielt sich in Grenzen. Das Bedrohliche des Big Brother und der Partei kam kaum zum Vorschein. Durch die nicht so lange Nettospielzeit von etwas mehr als 100 Minuten ließ sich das Stück noch ganz gut anschauen.

Von Robert Stockamp

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