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Stadt Wolfsburg Kleinkind stürzt in Teich: Das sagen Anwohner und Kita-Vorstand
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kleinkind stürzt in Teich: Das sagen Anwohner und Kita-Vorstand
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00:12 18.04.2019
Rückhaltebecken Spiebusch Nordsteimke Quelle: Carsten Bischof
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Nordsteimke

Am Mittwoch ist ein anderthalbjähriger Junge, der beim Spielen in ein Regenrückhaltebecken in der Nähe des Spielplatzes in der Spiebuschstraße gestürzt war, von zwei Erzieherinnen vor dem Ertrinken gerettet worden. Wie konnte es zu diesem Unglück kommen?

„Alle sind fassungslos!“

Der Spielplatz an der Spiebuschstraße war schon oft ein Ausflugsziel für den nahen DRK-Kindergarten. „Alle sind fassungslos“, sagt DRK-Vorstand Thorsten Rückert, „und es ist auch uns daran gelegen, dass Klarheit herrscht. Aber das Wichtigste ist, dass es dem Kind wieder gut geht.“

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Das war passiert

Zurzeit laufen polizeiliche Ermittlungen. Laut DRK war die Krippengruppe der DRK-Kita mit zwölf Kindern und vier Betreuungskräften auf dem Spielplatz, als eine der Frauen bemerkte, dass ein eineinhalbjähriger Junge im nahen Regenrückhaltebecken lag. „Zwei Erzieherinnen sprangen sofort ins Wasser und holten das Kind unverzüglich ans Land“, so Polizeisprecher Thomas Figge. Die beiden leisteten bis zum Eintreffen der Rettungswagenbesatzung und des Notarztes Erste Hilfe.

In dieses Regenrückhaltebecken in der Nähe der Spiebuschstraße in Nordsteimke war der anderthalbjährige Junge gestürzt Quelle: Carsten Bischof

Vitalfunktionen des Kindes sind stabil

Wie die Polizei auf WAZ-Nachfrage berichtet, befindet sich das Kind auf der Intensivstation des Wolfsburger Klinikums. Seine Vitalfunktionen seien stabil.Die beiden Erzieherinnen wurden ebenfalls notärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht. „Alle werden seelsorgerisch betreut“, ergänzt Thorsten Rückert. „Es waren erfahrene Kräfte“, betont er.

Kein Vorwurf

Der Unfall sprach sich im Ort schnell herum, war am Nachmittag natürlich auch Thema auf dem Spiebusch-Kindergarten: „Schrecklich“, sagte eine Frau. „Ich bin selber Erzieherin – so etwas ist das Schlimmste, was einem in diesem Beruf passieren kann.“ Wobei sie den Betreuungskräften keinen Vorwurf macht: Möglicherweise hätten sie sich in dem Moment dringend um andere Kinder kümmern müssen.

Eine andere Frau ergänzte: „Ich hoffe, dass es dem Kind bald wieder gut geht. Und dass die Erzieherinnen das seelisch gut verkraften.“ Ganz verhindern werde man Unfälle aber nie können. Auch wenn kaum Wasser im Rückhaltebecken war: „Für ein Krippenkind reicht schon eine Pfütze...“

Kita am Donnerstag regulär geöffnet

Die Kita ist trotz des Vorfalls am Donnerstag regulär geöffnet, die Krippengruppe allerdings bleibt mindestens für einen Tag geschlossen. Wie es nach Ostern weitergeht, wird noch besprochen. „Wir müssen jetzt Schritt für Schritt vorangehen“, meint Rückert. „Man kann sich nicht vorstellen, dass so etwas wirklich passiert.“

Von der Redaktion