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Stadt Wolfsburg Wie Martin Weller mit der Piccolo­trom­pete den Barockklang bereichert
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wie Martin Weller mit der Piccolo­trom­pete den Barockklang bereichert
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16:00 10.12.2019
Martin Weller: Er spielte die Solotrompete. Quelle: Foto: Theater Archiv
Wolfsburg

Unter dem Titel „Reminiszenzen“ zusam­men­gefasst, spielten am Montag im Scha­roun Theater die Nord­deut­schen Ba­rock­solisten in der Vorweihnachtszeit dies­mal aus­schließ­lich facet­tenreiche Musik des Hochbarock. Mitglie­der des Staats­or­ches­ters Braunschweig und des Magdebur­ger Rossini-Quartetts haben das Ensemble gegründet.

Konzert: Bachs Violinkonzert E-Dur gehörte zum Programm

Sie spielen nicht auf alten Origi­nal­instrumenten, und dennoch erweckt ihre historisch orientierte Auffüh­rungs­praxis bei den Zuhörern das Gefühl, dem Klang­ideal der barocken Komponisten, wie Hän­del, Bach, Telemann, Purcell und Clarke, sehr nahe zu sein. Überzeugend gelingt es ihnen im Spiel auf äußeren Pomp zu verzichten, ohne dabei den Glanz der Mu­sik zu verdecken. Die musik-geschicht­li­che Bedeu­tung der Komponisten ist unbe­stritten, was für die Interpreten stets eine besondere Her­aus­forderung ist.

Dazu gehört Bachs Violinkonzert E-Dur. Josef Ziga (Solopart) und sein Ensemble arbeiten dank technischer Brillanz und musikalischer Übereinstim­mung in klarer Durchsich­tigkeit die Fein­heiten der Partitur heraus. Selten ist der zweite Satz in einer derart zeitlosen Klangschönheit zu hören.

Martin Weller mit makelloser Anblasetechnik

Auch mit dem begeisternden Spiel auf der Piccolo­trom­pete bereichert Martin Weller den Barockklang auf hohem Niveau. Sei es als Solist im bekannten Trompetenkonzert D-Dur von Telemann oder im Zusammen­wir­ken mit den beiden Gesangssolisten. Makellose Anblastechnik und musika­li­scher Ausdruck lassen jede Schwie­rigkeit gera­de­zu mühelos erklingen.

Die grandiosen Stimmen von Jelena Bankovic (Sopran) und Ross Coughanour (Bariton) verleihen den Händel- und Bach-Arien als Solo oder Duett eine einnehmende lebendige Atmosphäre. Auffallend ist bei beiden die dynamische Bandbreite der Stimmen bei scheinbarer Leichtigkeit auch in schwierigen Passagen. Zusammen mit dem her­aus­ragenden Spiel des Ensembles kosten sie in der Anpassungsfähigkeit ihres Ge­sangs musikalische Ausdrucksmittel, wie Echo­wirkung oder kontrapunktische Stimm­führung, voll aus.

Nach drei Zugaben beenden schließlich die Norddeutschen Barocksolisten ihren Auf­tritt vor begeistertem Publikum.

Von Heinz-Werner Kemmling

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