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Stadt Wolfsburg Neues Konzept für Wolfsburgs Bibliotheken
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Neues Konzept für Wolfsburgs Bibliotheken
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00:20 18.08.2018
Spezielles Angebot für junge Leser: Im Aalto-Haus soll es eine Jugendbücherei geben.
Spezielles Angebot für junge Leser: Im Aalto-Haus soll es eine Jugendbücherei geben. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Lesen ist wichtig – das will die Stadtbibliothek mit ihren Außenstellen auch weiterhin fördern. Doch die reine Ausleihe reicht nicht aus – das ergaben Untersuchungen der Stadt und Veranstaltungen, bei denen Bürger ihre Wünsche äußern konnten. Die Verwaltung erarbeitete aus all dem ein Konzept, das in den nächsten fünf Jahre Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Zentraler Punkt dabei: „Bibliotheken müssen ein Ort sein, an dem man sich gern aufhält“, fasst Christa Westphal-Schmidt, Mitglied im Bildungshaus-Ausschuss, zusammen.

Es soll ein Ort des Lernens, aber auch der Kommunikation und der Freizeitgestaltung sein. Die Bibliothek ist der Knotenpunkt der Wolfsburger Bildungslandschaft und bietet einen niedrigschwelligen Zugang zur digitalen Welt – so der Wunsch der Stadt. Wissens-Events und Makerspace, also digitale Kreativwerkstätten, soll es geben.

Neuerung geplant: Im Aalto-Haus soll es künftig eine Jugendbücherei geben, dafür zieht das Antiquariat in die City-Gallery des Kunstvereins. Quelle: Archiv

Damit die Wolfsburger sich gern in der Zentralbibliothek aufhalten, sieht das Konzept gemütliche Sitzmöbel mit Café- und Snack-Angebot im Eingangsbereich des Alvar-Aalto-Kulturhauses vor. In dem Gebäude ist noch etwas Neues geplant: eine extra Jugendbücherei. Denn diese Altersgruppe interessiere sich anderes als Kinder nicht so sehr fürs Lesen. Für sie müsse es deshalb besondere, altersgerechte Angebote geben – „verstärkt digitale“, schlägt Christa Westphal-Schmidt vor. Die Jugendbibliothek soll ins Antiquariat Aalto Libri ziehen, das wiederum in die City-Gallery des Kunstvereins gehen soll.

Diese Maßnahme soll bald erfolgen, ebenso wie die Einführung einer Selbstbedienungstechnik (RFID). Sie ist Voraussetzung dafür, die Bibliotheken zu so genannten Open-Libraries umgestaltet werden können: Nutzer können so Angebote der Büchereien unabhängig von den Öffnungszeiten nutzen, zum Beispiel in der Mittagszeit, abends oder samstags, wenn eigentlich geschlossen ist.

Von Sylvia Telge