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Stadt Wolfsburg Neuer Mindestlohn bringt Extra-Kaufkraft
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Neuer Mindestlohn bringt Extra-Kaufkraft
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17:55 09.01.2019
Der Mindestlohn stieg auf 9,19 Euro: Doch auch nach dem Plus sei der Verdienst noch zu gering, mahnt die Gewerkschaft NGG.
Der Mindestlohn stieg auf 9,19 Euro: Doch auch nach dem Plus sei der Verdienst noch zu gering, mahnt die Gewerkschaft NGG. Quelle: NGG
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Wolfsburg

Von der Anhebung des Mindestlohns profitiert auch die Wirtschaft in der Stadt: Die Kaufkraft wächst durch das Plus dieses Jahr um rund 508.000 Euro. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich auf eine aktuelle Analyse des Pestel-Instituts aus Hannover.

„Mal ins Kino oder Essen gehen und auch mal etwas Neues für den Haushalt anschaffen – fast jeder Euro, den Mindestlohn-Beschäftigte am Monatsende extra haben, fließt in den Konsum. Und einen Großteil davon geben sie vor Ort aus“, sagt Katja Derer von der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz. Denn wer zum untersten Lohn arbeite, könne nichts auf die hohe Kante legen. Für die Gewerkschafterin ist der gesetzliche Mindestlohn aber auch nach der aktuellen Erhöhung zu niedrig: „Selbst für eine Vollzeitkraft ist es extrem schwer klarzukommen“, so Derer. Die NGG fordert deshalb ein deutlich stärkeres Mindestlohn-Plus.

Nach Berechnungen des Pestel-Instituts hätte ein höherer Mindestlohn starke Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft: Würde der gesetzliche Mindestlohn um einen weiteren Euro – auf dann 10,19 Euro – steigen, wäre damit allein in Wolfsburg ein Anstieg der Kaufkraft um 4,7 Millionen Euro im Jahr verbunden. Denn davon würden dann sogar rund 6000 Menschen profitieren – neben den bisherigen Mindestlohnempfängern auch die Beschäftigten, die derzeit nur knapp darüber verdienen.

Von unserer Redaktion