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Stadt Wolfsburg Neue Strategie: Stadt favorisiert zwei Feuerwachen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Neue Strategie: Stadt favorisiert zwei Feuerwachen
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00:23 10.05.2019
Die Flüchtlingsunterkunft am Heinenkamp: Auf diesem Grundstück könnte die neue Feuerwache entstehen. Quelle: Matthias Leitzke
Wolfsburg

Bekommt Wolfsburg bald nicht nur eine, sondern gleich zwei neue Feuerwachen? Entsprechende Planungen wurden am Dienstagnachmittag im Ausschuss für Bürgerdienste vorgestellt. Und die Verwaltung machte im Vorfeld bei einem Pressegespräch keinen Hehl daraus, was sie bevorzugt. „Wir favorisieren die Variante mit einem zweiten Standort“, sagte der Erste Stadtrat Werner Borcherding. Die ursprüngliche Planung sah nur einen Neubau an der Dieselstraße vor.

Zweite Wache im Heinenkamp?

Dieser könnte indes am Heinenkamp entstehen. „Dort gehören uns mehrere Grundstücke“, so Borcherding. Denkbar wäre etwa ein Bau auf dem Grundstück der Flüchtlingsunterkunft. „Wir müssen allerdings erst die Anforderungen ermitteln und können dann präzise auf Suche gehen“, sagte Manuel Starke vom Geschäftsbereich Brand- und Katastrophenschutz.

Einsatzfristen als Argument für zwei Standorte

Fest steht: Eine Zwei-Standorte-Lösung macht aus feuerwehrtechnischer Sicht Sinn. Wolfsburg entwickelt sich, neue Wohngebiete schießen aus dem Boden, das Verkehrsaufkommen wird stetig höher. „Das ist ein Problem für die Einhaltung der Einsatzfristen“, erklärt Borcherding. So muss die Feuerwehr bei Bränden, bei denen Menschen ernsthaft in Gefahr sind, in acht Minuten vor Ort sein. Bei zwei Standorten, einem an der Dieselstraße und einem im Heinenkamp, wäre dies wesentlich einfacher zu stemmen.

Neubau wird seit 2012 diskutiert

Dass Bedarf nach einer neuen Feuerwache besteht, ist schon seit Jahren unstrittig. „Die alte Wache ist zu klein, in die Jahre gekommen und es besteht Sanierungsstau“, bringt es Borcherding auf den Punkt. Schon 2012 hatte sich die Stadtpolitik deshalb mit einem Neubau befasst.

Steht vor dem Ende: Die alte Feuerwache an der Dieselstraße ist in die Jahre gekommen und zu klein geworden. Ersatz muss her. Quelle: Sebastian Bisch

Die Planungen zu der Zeit: ein großer Neubau an der Dieselstraße auf dem Gelände der WAS. Ein entsprechender Architektenwettbewerb wurde durchgeführt. Das neue Gebäude, das auch architektonisch etwas hermachen sollte, sollte 80 Millionen Euro kosten.

Wirtschaftlichkeitsanalyse liegt nun vor

Doch seitdem ist viel passiert. Allen voran die finanzielle Situation der Stadt hat sich zum Negativen verändert. 2018 beauftragte der Finanzausschuss die Verwaltung deswegen damit, extern ein Gutachten über mögliche, kostengünstige Alternativen einzuholen. Beauftragt wurde die Professorin Tanja Kessel von der TU Braunschweig. Ihr Gutachten liegt nun vor.

Zwei neue Wachen für 80 Millionen Euro

Demnach würde der Bau der ursprünglichen Variante heute etwa 100 Millionen kosten. Als weitere Varianten überprüfte sie eine verkleinerte Ursprungsplanung plus einem zweiten Standort, die komplette Neuplanung eines Standortes an der Dieselstraße und die komplette Neuplanung an der Dieselstraße plus einem zweiten Standort. Letzteres wird von der Verwaltung favorisiert. Die Kosten liegen bei 80 Millionen Euro, die bereits ausgegebenen Planungskosten sind in dem Entwurf enthalten.

Baubeginn erst 2021 oder 2022 möglich

Realisiert werden könnte das Vorhaben aber erst in einigen Jahren – unter anderem weil der Umzug der WAS in den Neubau am Vogelsang noch aussteht. „Realistisch ist ein Baubeginn 2021 oder 2022 und eine Fertigstellung 2023 oder 2024“, informierte Christian Brinsa, Leiter des Geschäftsbereichs Hochbau.

Welche Variante allerdings umgesetzt wird, darüber entscheidet die Stadtpolitik in den kommenden Monaten.

Von Steffen Schmidt

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