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Stadt Wolfsburg Neue Kinderklinik kostet 6,5 Millionen Euro mehr – und wird viel später fertig
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Neue Kinderklinik kostet 6,5 Millionen Euro mehr – und wird viel später fertig
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21:00 28.11.2019
Teuer, aber bietet viel: Die neue Kinderklinik kostet rund 6,5 Millionen Euro mehr als geplant. Quelle: Gero Gerewitz
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Wolfsburger

Die neue Kinderklinik wird teurer – und zwar erheblich. 26,5 Millionen Euro waren dafür mal veranschlagt, jetzt gibt es vermutlich einen Mehrbedarf von 6,5 Millionen Euro. Dazu gab es noch eine riesige Zeitverzögerung beim Bau. Der Umbau der Somatik-Abteilung dauerte 30 Monate länger, der Neubau der Psychosomatik 18 Monate länger. Diese schlechten Nachrichten überbrachte Dr. Christian Brinsa, Leiter des Geschäftsbereichs Hochbau, am Donnerstag dem Klinikumausschuss, der im Rathaus tagte.

Trotz dieser miserablen Zahlen sowie reichlich Pleiten, Pech, Pannen, und obwohl es sich komisch anhört, ist Brinsa nicht komplett unzufrieden: „Es ist ein vertretbares Ergebnis.“ Denn Abweichungen von 15 bis 20 Prozent sei bei Bau-Projekten in dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich. Die Kinderklinik liege etwas über diesem Durchschnitt. Dezernentin Monika Müller sieht das ähnlich, merkte außerdem noch an, dass das Land einen Zuschuss von sieben Millionen Euro gibt. Angesichts der Kostenexplosion, wolle die Stadt „weitere Mittel beim Land beantragen“.

Projekt stand unter keinem guten Stern

Insgesamt stand die neue Kinderklinik, die im März 2020 in Betrieb gehen soll, unter keinem guten Stern. Es gab viele Unwägbarkeiten. Vor allem bei der Somatik-Abteilung. Für sie wurde ein bestehendes Gebäude umgebaut und erweitert. „Im Bestand zu bauen, ist oft schwierig“, erklärte Dr. Brinsa. Für die Mitarbeiter war es nicht schön, weil es viele Störungen gab. Außerdem erlebten die Firmen so manche böse Überraschungen, als sie Wände oder Schächte öffneten.

Auch bei den Handwerkern gab es reichlich Probleme: Ein Jahr dauerte es zum Beispiel, um einen Schlosser zu finden – „wir mussten vier Ausschreibungen machen“, so Brinsa. Der Firma, die die Erkerfassade machen sollte, musste die Stadt kündigen – das sorgte für sechs Monate Bauverzögerung.

Mit der Rohbau-Firma ging es sogar vors Gericht

Mit der Rohbau-Firma ging es sogar vors Gericht. Ärgerlich, dass die Stadt nicht nur den Prozess verlor, sondern auch noch wertvolle Zeit – der Bau verzögerte sich um neun Monate. Als ob das nicht alles schon schlimm genug war: Die Planungen für den Aufzug mussten komplett über den Haufen geworfen werden, weil sie einfach nicht umsetzbar sind, so Brinsa.

Doch wie heißt es so schön: Was lange währt, wird endlich gut. Im März 2020 soll feierliche Eröffnung sein. Die Mehrkosten von 6,5 Millionen Euro sorgten im Klinikumsausschuss nicht für Diskussionen. Vorsitzender Ingolf Viereck (SPD) brachte es auf den Punkt: „Die Mehrkosten sind bedenklich, aber dass wir jetzt eine gute Kinderklinik haben, überwiegt.“

Von Sylvia Telge

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