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Stadt Wolfsburg So leiden Kinder unter häuslicher Gewalt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So leiden Kinder unter häuslicher Gewalt
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21:23 30.07.2019
Leiten die neue Gruppe „Kinder als Zeugen und Opfer von (häuslicher) Gewalt": Mareike Wagenführer und Ingo Pienschke. Quelle: Sebastian Bisch
Stadtmitte

Wenn es in Partnerschaften zu häuslicher Gewalt kommt, sind nicht nur die Erwachsenen davon betroffen. Auch Kinder leiden. Für sie bietet der Beratungsverein Dialog die neue Gruppe „Kinder als Zeugen und Opfer von (häuslicher) Gewalt“, die ab 2. September startet.

Dialog bot schon 2017 eine Gruppe zur häuslichen Gewalt an

Bereits 2017 gab es solch eine Gruppe. „Wir bekamen danach immer wieder Anfragen dafür, deshalb lassen wir die Gruppe wieder aufleben“, erklärt Sozialpädagoge Ingo Pienschke. Er und seine Kollegin Mareike Wagenführer leiten die Gruppe, die ein niedrigschwelliges Angebot ist.

Immer wieder hören die Mitarbeiter von Dialog in Gesprächen mit misshandelten Frauen: Aber an den Kindern habe sich der Mann nicht vergriffen. Vielleicht ist der Mann nicht handgreiflich geworden – „aber die Kinder waren dabei, als die Mutter geschlagen wurde“, sagt Mareike Wagenführer.

Gewalt hinterlässt Spuren bei Kindern

Und das hinterlasse Spuren. „Kinder geben sich oft die Schuld daran, wenn es zu häuslicher Gewalt kommt“, weiß Ingo Pienschke aus seiner Beratungsarbeit. „Sie denken, sie seien nicht lieb genug.“ Und sie glauben, sie seien schlechte Kinder. „Das stimmt nicht, sie haben nur etwas Schlechtes erlebt“, so der Sozialpädagoge.

Kinder leiden sehr darunter, wenn Eltern handgreiflich werden. Sie suchen die Schuld bei sich. Quelle: dpa

Gewalt zuhause habe schwerwiegende Folgen: Das Vertrauen zu den Eltern leide, die Kinder fühlten sich nicht geborgen im Elternhaus, das eigene Selbstwertgefühl gehe verloren. In der Gruppe können Kinder darüber offen reden und „erfahren so Solidarität untereinander“, erklärt Mareike Wagenführer.

Neue Gruppe: Es gibt acht Plätze

Die neue Gruppe trifft sich bis 19. November jeweils dienstags von 15 bis 16.30 Uhr. Es gibt maximal acht Plätze für Betroffene zwischen acht und zwölf Jahren. Bestehe danach Gesprächsbedarf bei Teilnehmern, bietet Dialog darüber hinaus Einzelberatungen an. Anmeldungen und mehr Informationen: Ingo Pienschke, Tel. (05361) 8912314, Email: pienschke.dialog@wolfsburg.de oder Mareike Wagenführer, Tel. (05361) 8912313, Email: wagenfuehrer.dialog@wolfsburg.de.

Das ist der Dachverein Dialog

Dialog ist ein Dachverein der drei Einrichtungen: Balance: Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche nach sexueller Gewalterfahrung; Courage: Beratungsstelle für Frauen und Männer nach Gewalterfahrung sowie Rote Zora Zentrum für Mädchen und junge Frauen. Dialog hat seine Räume in der Goethestraße 59.

Die Mitarbeiter beraten nach Gewalterfahrungen. Sie sind auf der Seite des Opfers, hören zu und fällen keine Urteile, sondern suchen gemeinsam nach Lösungen. Das Beratungsteam hilft beim Umgang mit Ämtern und Behörden, ist Ansprechpartner für Angehörige und Vertrauenspersonen, Kindergärten, Schulen sowie anderen Einrichtungen und Institutionen. Es besteht Schweigepflicht, die Beratung kann anonym sein und das Angebot ist kostenlos. Offene Sprechstunden sind dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Weitere Infos unter www.dialog-wolfsburg.de.

Von Sylvia Telge

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