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Stadt Wolfsburg Wie Robin Rhodes Wandmalerei im Kunstmuseum wirkt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wie Robin Rhodes Wandmalerei im Kunstmuseum wirkt
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21:59 27.09.2019
Die neue Ausstellung im Kunstmuseum ist eröffnet: Kuratorin Uta Ruhkamp sprach mit dem Künstler Robin Rhode. Quelle: Boris Baschin
Stadtmitte

Robin Rhode gehört zu den interessanten Künstlern seiner Generation. Sagt Andreas Beitin, Direktor des Wolfsburger Kunstmuseums. Deshalb zeigt das Kunstmuseum jetzt eine große Einzelausstellung des südafrikanischen Künstlers – es ist die erste nach zwölf Jahren in Deutschland. Am Freitagabend war die Eröffnung von „Memory is the Weapon“ (Erinnerung ist die Waffe“) im gut gefüllten Foyer. Zur Feier des Abends gab es etwas Besonderes – eine Performance, die gleich zweimal zu sehen war. „Sie ist sehr provokant und emotional“, erklärte der Künstler, der seit 2002 in Berlin lebt.

Mit Performances lässt er auch seine Wandmalereien lebendig werden. Das ist ganz einfach: Rhode malt mit Kreide Gegenstände auf Mauern oder Steinböden und lässt Menschen damit interagieren. Seine bevorzugten Motive sind Stühle, Skateboards, Fahrrad. Sind die Performances vorbei, sind sie deshalb nicht Vergangenheit. Sie werden dokumentiert.

Die Performance ist weiterhin zu sehen – als Video

Auch die Performance am Freitag im Kunstmuseum bleibt erhalten, sie ist bis zum Ende der Ausstellung am 9. Februar noch in der Schau als Video zu sehen.

Zur Eröffnung gab es eine emotionale Performance

Obwohl Robin Rhode in Berlin lebt, seine Arbeiten entstehen meistens in Südafrika. 1976 in Kapstadt geboren, wuchs er als so genannter Couloured (Mischling) in einer Zeit auf, die von Apartheid, Gewalt und Rassismus geprägt war. Fast kein Wunder also, dass seine Arbeiten sehr politisch sind. Obwohl die Werke auf den ersten Blick sehr humorvoll wirken.

Die Wand war schnell Rhodes Markenzeichen

Die Wand war schnell Rhodes Markenzeichen. Sport, Musik, Film, Jugendkultur, aber auch die für Afrika sehr typische Tradition des Geschichtenerzählens beeinflussen seine Arbeit. Für die Ausstellung in Wolfsburg begab sich der Künstler auf neues Terrain und wagte sich sogar in ein politisches Krisengebiet: in die palästinensische Stadt Jericho.

Das Kunstmuseum zeigt rund fünfzig Arbeiten von Rhode – es ist der bislang umfassendste Überblick seines multimedialen Werks. Das Spektrum der zwischen 2000 und 2019 entstandenen Arbeiten reicht von Fotografie über digitale Animationen und Super-8-Filme bis hin zu Performances. Die Ausstellung ist ab Frühjahr 2020 in der Kunsthalle Krems in der Nähe von Wien zu sehen. Der künstlerische Direktor Florian Steininger, der an Freitag in Wolfsburg war, freut sich schon darauf: „Es ist uns eine Ehre, das Werk von Robin Rhode auszustellen.“

Von Sylvia Telge

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