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Stadt Wolfsburg Nahverkehr: Ruf nach Schüler-Buskarten wird immer lauter
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nahverkehr: Ruf nach Schüler-Buskarten wird immer lauter
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19:00 01.08.2019
Ärgerlich: In Wolfsburg zahlen Schüler ab der elften Klasse viel Geld fürs Busfahren. Eine Lösung lässt noch auf sich warten. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Über 50 Euro im Monat für eine Schüler-Busfahrkarte – das ist nicht wenig. Schon 2017 hatte der Stadtschülerrat in Wolfsburg eine Petition für günstigere Preise eingereicht. Der Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB), der für den öffentlichen Personennahverkehr auch in Wolfsburg zuständig ist, will Mitte August eine Lösung erarbeiten.

In vielen Städten ist das Busfahren für Schüler der ersten bis zehnten Klasse kostenlos, solange sie weit genug von ihrer Schule entfernt wohnen. Für alle anderen gibt es ermäßigte Tickets. In Braunschweig und Hannover zum Beispiel kosten diese pro Monat 15 Euro – in Wolfsburg ist das derzeit der Preis, den Schüler schon für eine Woche zahlen müssen.

Eltern ächzen unter den hohen Kosten

„Ich bin alleinerziehend, da wird das manchmal schon richtig schwierig“, beklagt eine Mutter aus Vorsfelde. Bis zur zehnten Klasse hatte sie für das Busticket ihres Sohns nicht zahlen müssen, doch seit er in die elfte Klasse kam, wurde es teuer. Zum Glück radelt der Sohn in den meisten Monaten zur Schule nach Vorsfelde, aber im Winter will die Warmenauerin ihm das nicht zumuten. Ein vergünstigtes Busticket wie in Braunschweig oder Hannover müsse her, meint sie, das würde auch die Straßen entlasten: „Alle regen sich über den Verkehr auf. Aber ich kann jeden Schüler verstehen, der seinen Führerschein so bald wie möglich macht und dann mit dem Auto zur Schule fährt.“

Nun will sich der RGB mit seinen Verbandsmitgliedern und Verbundunternehmen, also auch Wolfsburg und der Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) zusammensetzen und über ein günstiges Ticket für den ganzen Verbandsbereich diskutieren. Zum Schuljahr 2019/2020 wird es damit eng mit der Umsetzung. „Ab wann das Schülerticket eingeführt wird und was es für die Kunden am Ende kostet, steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest“, sagt RGB-Sprecherin Gisela Noske.

RGB hatte bereits ein günstigeres Ticket versprochen

Der Regionalverband Braunschweig hatte schon Ende 2018 angekündigt, zum Schuljahresstart 2019 oder spätestens 2020 ein Schülerticket zu erarbeiten, das nicht mehr als einen Euro pro Tag kostet – im Monat also nicht mehr als rund 30 Euro. Der Stadtjugendring hatte daraufhin gefordert, den Maximalpreis pro Monat auf 20 Euro zu begrenzen.

Die Wahl der Schule solle nicht davon abhängen, wie teuer das Busticket ist, argumentieren die Schülervertreter. Und: „Auch bei der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen eröffnet das neue Ticket viele Möglichkeiten durch eine verbesserte und sozialgerechtere Mobilität von jungen Menschen.“ Letzten Endes könnte mit dem Anreiz zum Busfahren sogar das Klima geschützt werden.

Von Frederike Müller

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