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Stadt Wolfsburg "Nachtschicht": Zentrum des Anabolika-Handels
Wolfsburg Stadt Wolfsburg "Nachtschicht": Zentrum des Anabolika-Handels
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22:55 19.07.2012
Schlag gegen illegalen Handel mit Anabolika: Razzia in der Disco "Nachtschicht". Quelle: Photowerk (he)
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Wolfsburg war in den Augen der Ermittlungsbehörden in den letzten Jahren der „absolute Schwerpunkt“ des illegalen Anabolika-Handels in der gesamten Region. Im Mittelpunkt standen die Discothek „Nachtschicht“ und ihr verhafteter Betreiber (47), der Kopf des schwunghaften Handels gewesen sei.

Dieses Fazit zogen Polizei und Staatsanwaltschaft nach den Groß-Razzien vom Mittwoch. Die Polizei hatte von einem Drogendeal erfahren, der sich am Mittwochmorgen auf einem Parkplatz in der Wolfsburger Nordstadt abspielte. Dort klickten die Handschellen, ein Mann (32) wurde festgenommen, 50 Gramm Kokain sichergestellt - Verkäufer war offenbar der Nachtschicht-Geschäftsführer (30), auch er wurde festgenommen.

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Zeitgleich lief die bundesweite Razzia in 39 Wohnungen und Geschäftsräumen an, allein 15 davon in Wolfsburg. Auch im Landkreis Gifhorn wurde eine Wohnung durchsucht. In 14 Fällen brach das SEK Türen auf, weil man gewaltsamen Widerstand befürchtete - unter anderem in Reislingen. Dort sprang ein Mann aus dem Fenster und verletzte sich dabei schwer.

Verhaftet wurde neben dem 30-jährigen Geschäftsführer der Nachtschicht auch der 47-jährige Betreiber der Disco aus Ingolstadt. Mit ihm habe man „die zentrale Person für den Anabolika-Umschlag in der gesamten Region aus dem Verkehr gezogen“, ist sich Werner sicher. Ihm und seinem Geschäftsführer drohen bis zu zehn Jahre Haft wegen gewerbsmäßigem und bandenmäßigem illegalem Arzneimittelhandel, Oberstaatsanwältin Anette Schoreit: „Wir haben es hier eindeutig mit organisierter Kriminalität zu tun.“