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Stadt Wolfsburg Nach fatalem Böllerwurf: Wolfsburger Youtuber (17) drohen Arrest und Geldstrafe
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Nach fatalem Böllerwurf: Wolfsburger Youtuber (17) drohen Arrest und Geldstrafe
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16:07 15.08.2019
Amtsgericht Wolfsburg: Hier wird dem Youtuber der Prozess gemacht. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Dem Wolfsburger Youtuber, der in Dortmund Jugendliche zu einem fatalen Böllerwurf in einem Einkaufszentrum anstiftete, drohen ein sogenannter Warnschussarrest von vier Wochen und 800 Euro Geldstrafe. Das jedenfalls fordert die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Der Prozess am Amtsgericht Wolfsburg ist am Mittwoch angelaufen, am Freitag soll bereits das Urteil gesprochen werden.

Eigentlich als Scherz gedacht

Der 17-jährige Youtuber und der ein Jahr ältere Mitangeklagte aus der Gemeinde Lehre, dem Beihilfe zur Tat zur Last gelegt wird, hätten sich vor Gericht geständig gezeigt, so Staatsanwalt Christian Wolters. Bei der Verhandlung sei auch das Video gezeigt worden, das der 17-Jährige später auf seinem Youtube-Kanal postete – und das eigentlich als „Prank“ (Scherz) gedacht war.

Doch die Aktion nahm wohl ungeahnte Dimensionen an: Hunderte Menschen gerieten in der „Thier-Galerie“, Dortmunds größtem Einkaufszentrum, in Panik und flüchteten zu den Ausgängen. Dabei sollen etwa 30 Menschen verletzt worden sein. Das Video davon, das kurzzeitig im Netz zu finden war, führte die Ermittler schließlich zu dem Youtuber.

Sieben Monate Jugendstrafe beantragt

Die Staatsanwaltschaft hat für den Haupttäter nun eine Jugendstrafe von sieben Monaten mit Bewährung sowie einen „Warnschussarrest“ von vier Wochen und eine Geldauflage in Höhe von 800 Euro zugunsten einer Opferhilfevereinigung beantragt.

Für den Mitangeklagten aus der Gemeinde Lehre hat die Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe – in der Anklage war noch von Mittäterschaft ausgegangen worden – 80 Stunden gemeinnützige Arbeit und einen Kurzarrest von vier Tagen gefordert.

Beide sind vorbestraft

Der Verteidiger des Wolfsburger Youtubers hat eine Entscheidung nach Jugendgerichtsgesetz beantragt. Das bedeutet, dass die Entscheidung, ob eine Jugendstrafe verhängt werden soll, zunächst aufgeschoben und erst nach Ablauf einer bestimmten Bewährungszeit darüber entschieden werden soll. Der Verteidiger des Angeklagten aus der Gemeinde Lehre hat sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft angeschlossen. Beide Beschuldigten sind vorbestraft.

Von Michael Lieb

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