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Stadt Wolfsburg Heinz Strunk öffnet seine „Intimschatulle“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Heinz Strunk öffnet seine „Intimschatulle“
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23:03 22.11.2019
Aus dem Tagebuch-Blog „Intimschatulle“: Strunk hält keine noch so abstrusen Gedanken zurück – sehr zur Erheiterung seines Publikums.
Wolfsburg

Am Freitagabend um 20 Uhr hieß es „Showtime!“ im Hallenbad. Heinz Strunk gab sich die Ehre und präsentierte den etwa 300 Gästen sein neues Buch „Nach Notat zu Bett“. Ein Buch das durch den Tagebuch-Blog „Intimschatulle“ beim Satiremagazin „Titanic“ entstanden ist und viele private Einblicke in sein Leben liefert.

Ein wahrer Hörgenuss

Für die Lesewochen im Hallenbad war der Auftritt von Heinz Strunk bereits die sechste Folge. Es bot sich den Gäste der ausverkauften Vorstellung im Hallenbad ein wahrer Hörgenuss. Der Meister des Skurrilen ist Autor, Musiker und Entertainer und irgendwie auch alles dazwischen. Der in Hamburg lebende Tausendsassa, der 2014 mit seinem autobiografisch gefärbten Bestsellerroman „Fleisch ist mein Gemüse“ große Erfolge feierte, legte 2016 mit dem Buch „Der goldene Handschuh“, in dem es um den Frauenmörder Fritz Honka aus dem Hamburger Kiezmilieu geht nach.

Softerotik-Kalender mit Strunk als einzigem Model

Nun war er in Wolfsburg zu Gast, um den Zuhörern sein aktuelles Werk vorzustellen. Als erstes bekam das bunt gemischte Publikum seine Saxophon-Künste in dem Lied „Aufstand der dünnen Hipsterärmchen“ zu hören. „Ein fulminanter Auftakt, wie ich mir hier ganz selbstkritisch eingestehen muss“, gab Heinz Strunk den Startschuss zu seiner Lesung. Doch vorher hatte er noch das Anliegen seinen „Softerotik-Bauernkalender für das ältere Semester“ mit ihm als einzigen Bauern vorzustellen.

Viel Quatsch, durchsetzt mit tiefgründigen Gedanken

Das Buch „Nach Notat zu Bett“ schrieb Strunk, der mit bürgerlichen Namen Mathias Halfpape heißt, aus den Texten seines vierjährigen Tagebuch-Blogs „Intimschatulle“. Ein wilder Mix aus viel Quatsch, aber auch tiefgreifenden Gedanken. Den Zuhörern wurde ihre volle Aufmerksamkeit abverlangt, Strunk beschrieb in kurzen Momentaufnahmen seinen Alltag. Nach Mittagessen im Stammlokal und dem stoischen Sitzen am Schreibtisch, um sich zur Kreativität zu zwingen, ging es in seinen Tagebucheinträgen weiter mit trübsinnigen Gedanken über das Älterwerden und lustigen Zeitungsüberschriften. Die Zuhörer hatten viel zu lachen und hörten gespannt den wilden Schilderungen zu. Die Lesung bescherte allen einen lustigen und tiefen Einblick in Strunks skurriles Leben.

Ausverkaufte Reihen im Hallenbad: Als Strunk erstmal loslegte, kamen die Zuschauer mit dem Lachen kaum hinterher. Quelle: Britta Schulze

„Wir sind Wiederholungstäter, letztes Mal waren wir zu seiner Lesung ,Der goldene Handschuh’ hier. Das hatte uns schon richtig begeistert. Auch seine Musik ist wirklich klasse“, freute sich Beatrix Deutsch (52) aus Flechtorf die mit drei Freunden ins Hallenbad gekommen war.

Als nächstes kommt Gregor Gysi ins Hallenbad

Die letzte Lesung der Lesewochen findet mit Gregor Gysi am 28. November im Hallenbad statt und ist ebenfalls schon ausverkauft. Nach dem Erfolg in diesem Jahr hoffen die Organisatoren, dass auch 2020 im Hallenbad wieder fleißig gelesen wird.

Von Tobias Broska

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