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Stadt Wolfsburg Heike Michalski geht es nach Knochenmarkspende wieder richtig gut
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Heike Michalski geht es nach Knochenmarkspende wieder richtig gut
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00:20 08.04.2019
Ein Dankeschön an alle: Petra Neumann-Wollenhaupt (l.) freut sich, dass es Heike Michalski wieder gut geht. Quelle: Boris Baschin
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Fallersleben/Hehlingen

Es gibt gute Nachrichten von Heike Michalski. Die 52-Jährige war 2018 an Leukämie erkrankt und brauchte dringend eine Stammzellenspende, damit sie überlebt. Ein passender Spender wurde gefunden, die Knochenmark-Transplantation in der Medizinischen Hochschule Hannover lief erfolgreich und Heike Michalski ist voller Tatendrang: „Mir geht es gut“, sagt sie und strahlt dabei übers ganze Gesicht.

Viele Menschen haben geholfen

Es geht ihr sogar so gut, dass sie schon wieder ihre Holzarbeiten fertigt. Damit sie sich nicht übernimmt, bremsen Ehemann Sven, aber auch Petra Neumann-Wollenhaupt vom Verein „Wolfsburg hilft“ ein bisschen. Die beiden, aber auch viele, viele andere Menschen standen der Hehlingerin bei, als die schreckliche Diagnose Krebs kam. „Ich möchte allen ,Danke’ sagen, die mich unterstützt haben“, sagt Heike Michalski. Und das sind richtig viele Menschen.

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Ehemann Sven mobilisierte sämtliche Kollegen bei VW

Als die Diagnose Leukämie kam, lief sofort eine Hilfsaktion an: Der TSV Hehlingen organisierte gemeinsam mit „Wolfsburg hilft“ im November 2018 eine Typisierung – innerhalb von nur wenigen Tagen in der Hehlinger Mehrzweckhalle. Alle packten mit an, alles lief prima. Petra Neumann-Wollenhaupt staunte. Ehemann Sven mobilisierte sämtliche Kollegen bei VW, die sich typisieren ließen. Aber auch Mitglieder des Sportvereins kamen, ebenso Gäste aus der Gaststätte „Alt-Berlin“, in der Heike Michalski lange gearbeitet hat. Die Resonanz bei der Typisierung war riesig.

Familie und Freunde standen ihr bei

Heike Michalski hatte Glück: Es gab einen passenden Stammzellenspender – einen 21-Jährigen Mann aus Köln. Bis die Transplantation dann endlich am 15. Februar stattfinden konnte, war es noch ein harter Weg: Weil die Leukämie wieder stärker wurde, war zum Beispiel noch eine Chemotherapie nötig, die sehr intensiv war. „Es gab einige Stolpersteine“, blickt die Hehlingerin zurück. Sie ertrug alles tapfer, Familie und Freunde standen ihr bei, aber auch Ärzte und Pflegepersonal in der MHH und im Wolfsburger Klinikum. „Alle waren nett, obwohl sie so wenig Zeit haben. Ich fühlte mich immer gut aufgehoben.“

Sie versucht alles, damit sie wieder fit wird

Die Transplantation ist überstanden, jetzt muss der Körper regenerieren. Weil das Immunsystem noch geschwächt ist, trägt Heike Michalski konsequent Mundschutz und auch Handschuhe. „Der kleinste Infekt kann mich umhauen“, erklärt die 52-Jährige. Das will sie auf gar keinen Fall riskieren. Im Gegenteil, sie versucht alles, damit sie wieder fit wird: geht regelmäßig spazieren und ihre Runden werden erfreulicherweise von Tag zu Tag länger.

Die Angst ist immer da, dass der Krebs zurückkommt

Jeden Freitag muss Heike Michalski nach Hannover in die Klinik, um die Werte kontrollieren zu lassen. Alles ist gut – aber die Angst ist immer da, dass der Krebs zurückkommt – so wie schon einmal. Im November 2017 erhielt die dreifache Mutter die niederschmetternde Diagnose Leukämie. Chemotherapien folgten, im Juli 2018 galt sie als geheilt. Einige Monate später die schlimme Wahrheit: Die Leukämie war zurück. Heike Michalski hat gekämpft – viele Menschen haben ihr dabei geholfen. Darüber ist sie unendlich dankbar.

Von Sylvia Telge

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