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Stadt Wolfsburg „Muss man sich Sorgen machen?“: Diskussion über Rechtsradikalismus
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Muss man sich Sorgen machen?“: Diskussion über Rechtsradikalismus
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06:00 20.10.2018
Thema Rechtsradikalismus: Beim Ver.di-Ortsverein gab es eine Podiumsdiskussion, die Stuhlreihen waren allerdings nur spärlich besetzt. Quelle: Burkhard Heuer
Wolfsburg

Vor nur spärlich gefüllten Stuhlreihen moderierte Verdi-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller (Region Süd-Ost-Niedersachsen) das Gespräch mit Sozialdezernentin Monika Müller, Kirstin Harney (Zentrum für demokratische Bildung), Mecki Hartung (Flüchtlingshilfe), Peter Wagner (Gesamtpersonalrat der Stadt) und Uwe Tratz (Ver.di-Bezirksvorstand). Relativ schnell zeigte sich, dass latenter oder neuer Nationalismus, gepaart mit Fremdenfeindlichkeit, in Wolfsburg nur sehr schwer greifbar sei. Lautstarke Demonstrationen gibt es nicht. Allenfalls Indizien für ein Vorhandensein beispielsweise von Neonazis, die Gedenktafeln zerstören. Und von sogenannten „Hells Angels“, die sich laut Hartung in einer Gaststätte im Zentrum treffen.

Entsprechend zurückhaltend waren Wagners Ausführungen: „Anhand von Wahlergebnissen kann man Zahlen nur schätzen.“ Man müsse davon ausgehen, dass in der Verwaltung wie auch in der Bevölkerung rund zehn Prozent der AfD-Linie folgen. Tratz: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch in der Gewerkschaft die gleiche Quote Mitglieder zur Alternative tendieren.“ Dezernentin Müller empfahl, auf die Sprache der Mitmenschen zu achten: „In der Wortwahl zeigt sich oft die Gesinnung.“ Sie widersprach allerdings vehement einem Zwischenruf aus dem Forum, der überproportional rechtsradikale Gesinnung bei der Polizei festgestellt haben will.

„Muss man sich in Wolfsburg Sorgen machen?“ hatte der Ortsvereins-Vorsitzende Jürgen Praast gefragt. Eine klare Antwort erwies sich als schwierig. Einig waren sich alle, Zivilcourage zu zeigen und für Demokratie zu stehen. Ein besonderer Auftrag ging an Arbeitgeber in den Betrieben: Sie müssten bei jedem kleinen Anzeichen deutlich machen, dass man auf Mitarbeiter mit rechtsradikaler Gesinnung verzichten werde.

Von Burkhard Heuer

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