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Stadt Wolfsburg Tanzklasse: So proben Wolfsburger Jugendliche ihren Auftritt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Tanzklasse: So proben Wolfsburger Jugendliche ihren Auftritt
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06:00 24.08.2019
Letzte Absprachen: Choreograf Daniel Martins lässt den Nachwuchstänzern viel Spielraum für eigene Kreativität. Quelle: Boris Baschin
Autostadt

Großer Raum, kleine Tänzer: Wenn das Licht aus ist, wirkt die Veranstaltungshalle „Hafen 1“ noch größer. Nur auf der Bühne bündeln sich einige Lichtkegel. Darunter haben sich 40 Nachwuchstänzer versammelt und feilen hochkonzentriert an ihren Bewegungen. Was die „Movimentos Akademie Tanzklasse“ erarbeitet, ist am Wochenende, 24. und 25. August, in der Autostadt zu bestaunen.

Konzentriert, präsent, professionell

Zu sehen ist dann ein echtes Meisterwerk, das ist schon bei den Proben unverkennbar: Am vorderen Bühnenrand führen einzelne Kinder eindringliche Gespräche mit dem Choreografen Daniel Martins, im Hintergrund sitzen die anderen auf dem Boden und warten auf ihren Einsatz. Trotz der murmelnden Unterhaltungen scheint jeder der jungen Tänzer voll präsent zu sein. Sobald es darauf ankommt, ist jeder an seinem Platz und durchtanzt die komplexen Bewegungsabläufe von Anfang bis Ende mit voller Konzentration.

Die Proben der Movimentos-Akademie in Bildern:

Im Hafen 1 arbeiten 40 Kinder und Jugendliche gemeinsam an ihren Choreografien. Am Wochenende, 24. und 25. August, können die Wolfsburger sich das Ergebnis ansehen.

Bei so viel Professionalität fällt es schwer zu glauben, dass die Künstler ganz normale Wolfsburger Kinder und Jugendliche sind. Im Oktober 2018 haben sie sich für die „Tanzklasse“ casten lassen, seither wird unter der Leitung von Daniel Martins und Sonja Böhme regelmäßig trainiert.

Die Tänzer entwickeln das Meiste selber

So manchem jungen Tänzer gefällt das so gut, dass er mehrere Jahre in Folge mitmacht. Fabian Konert zum Beispiel ist schon von Anfang an, also jetzt zum zwölften Mal dabei – und gehört mit seinen 21 Jahren zu den ältesten der Tänzer. Er erinnert sich noch gut, dass der Choreograf Daniel Martins die Proben in den ersten Jahren ganz anders gestaltete als heute: „Früher hat Daniel die ganze Choreografie vorgegeben. Jetzt können wir selbst viel kreativer sein.“ Das bestätigen seine Mittänzer: „Der Choreograf sagt es uns zum Beispiel, wenn er eine Passage weichter getanzt haben möchte“, erklärt Lorena Fortunata Schlott. Grundsätzlich aber gebe Martins eher Impulse, mit denen die ganze Gruppe dann weiterarbeite. „Am Ende ist dann etwas komplett Neues entstanden.“

Und noch ein Video dazu:

Dadurch müssen sich die Tänzer einiges merken können, denn immer wieder entstehen neue Varianten der Choreografien. Doch dass Martins seinen Eleven mehr zutraut, scheint die Gruppe erst recht anzufeuern: „Man ist stolz, es hinterher zu präsentieren und sagen zu können: Das hier ist meine Sequenz, die habe ich erarbeitet“, berichtet Fortunata Schlott.

Teils schon lange dabei: Saskia Neidig (18), Lorena Fortunata Schlott (22), Fabian Konert (21) und Morris Ebeling (22) gehören zu den ältesten Teilnehmern der „Tanzklasse“. Quelle: Boris Baschin

Insgesamt sind in diesem Jahr drei Choreographien auf diese Weise entstanden: „11:55“, „Ego“ und „Blind Spot“. Die Stücke befassen sich mit ernsten Themen wie Ressourcenknappheit, Egoismus und den Schattenseiten im Charakter jedes Menschen.

Zwei Abende mit je vier Choreografien

Ergänzt werden die drei Stücke durch die Darbietung „Wirduich“, die junge Erwachsene von 16 bis 36 Jahren unter der Leitung von Gregor Zöllig vom Staatstheater Braunschweig unter dem Titel „tanzwärts“ erarbeitet haben. Alle vier Aufführungen in Folge zeigt die Autostadt am Samstag und Sonntag je um 18 Uhr. Weitere Infos und Tickets gibt es unter www.movimentos.de/programm/movimentos-akademie.

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