Mirja Regensburg in Wolfsburg: Tolle Show im Hallenbad
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Stadt Wolfsburg Mirja Regensburg im Hallenbad: Tolle Show mit viel Improvisation
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Mirja Regensburg in Wolfsburg: Tolle Show im Hallenbad

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14:33 30.10.2021
Mirja Regensburg im Hallenbad: Die Comedienne konnte sich noch gut an ihren letzten Auftritt in Wolfsburg erinnern.
Mirja Regensburg im Hallenbad: Die Comedienne konnte sich noch gut an ihren letzten Auftritt in Wolfsburg erinnern. Quelle: Gero Gerewitz
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Wolfsburg

Die Erfinderin der „Muffin-Jeans“ kehrte am Freitagabend ins Hallenbad zurück und feierte gemeinsam mit dem Publikum einen wunderbaren Abend. Mit ihrem neuen Programm „Im nächsten Leben werde ich ein Mann“ begeisterte Mirja Regensburg das Publikum vor allem mit hohem Improvisationstalent und – bei aller Witzelei – einer ernsten Botschaft.

Kaum war Regensburg auf der Bühne, war die Stimmung großartig

Sie war kaum auf der Bühne, da war die Stimmung im Saal schon großartig. Das lag vor allem daran, dass Mirja Regensburg sich erst einmal ausgiebig mit dem Publikum unterhielt und dabei hier und da eine gute Pointe setzte. Quirlig, locker, so völlig unversteift setzte sich dann auch der ganze Abend fort.

Regensburg hatte ihren letzten Auftritt in Wolfsburg noch gut im Gedächtnis, vor allem den Kranfahrer Michelchen, der für viele Lacher sorgte. „An dem Abend musste ich selbst gar nicht viel machen“, erinnerte sie sich lachend.

Locker und quirlig: So präsentierte sich Mirja Regensburg im Hallenbad. Quelle: Gero Gerewitz

Beim „Mädelsabend“ ging es seinerzeit darum, dass Frauen sich so akzeptieren sollen, wie sie sind. Dabei ging die Künstlerin als Vorbild voran und präsentierte ihre inzwischen berühmte „Muffin-Jeans“, die Hose, aus der der Bauch oben rausquillt. Auch am Freitagabend wurde die Bauchrolle wieder ausgiebig präsentiert.

Die Botschaft: Frauen sollten mutiger sein

„Ihr seid perfekt so wie ihr seid“, rief sie vor allem dem weiblichen Publikum zu. Auch in „Im nächsten Leben werde ich ein Mann“ ging es darum, dass Frauen mutiger sein sollen. Dazu griff sie die gängigen Klischees auf: der Mann immer von sich selbst überzeugt und ganz geradeaus, die Frau zögerlich und kompliziert, so dass der Kauf eines Bikinis in stundenlangem Shoppen endet, um am Ende doch das erste Modell zu kaufen.

Die Klischees mögen platt sein, aber Mirja Regensburg verpackte sie sehr charmant und ausgesprochen humorvoll. Sie habe ein Programm machen wollen, in dem auch mal die positiven Seiten des Mannes im Mittelpunkt stehen – um dann zu sagen: Frauen, das könnt ihr doch eigentlich genauso.

Überzeugend: Die Klischees mögen platt sein, aber Regensburg verpackte sie sehr charmant und ausgesprochen humorvoll. Quelle: Gero Gerewitz

Ihr größtes Pfund blieb aber die Kommunikation mit dem Publikum. So entstand schnell eine tolle Atmosphäre, in der es keinen Abstand zwischen Bühne und Publikum gab. Regensburg ging sogar zwischen den weit auseinandergestellten Sitzreihen herum. „Keine Sorge, ich bin geimpft, getestet und entwurmt“, betonte sie.

Einigen Zuschauern gab die Comedienne sogar ein Bier aus

Für die Gäste Sylvia und Sören wurde das zu einem besonderen Erlebnis. Die Comedienne plauderte lange mit ihnen, gab noch ein Bier aus. Als sie genug von dem Pärchen erfahren hatte, ließ sie ein Glücksrad drehen, um drei bekannte Songs auszuwählen. Aus „Pokerface“, „Mamma Mia“ und „Bohemian Rhapsody“ improvisierte die ausgebildete Musical-Darstellerin ein Medley mit deutschem Text über Sören und Sylvia.

Weniger Zuschauer durch Corona: Nur 80 Gäste waren zugelassen. Quelle: Gero Gerewitz

Das Publikum war hingerissen und feierte die Künstlerin am Ende lange. Durch die 3G-Regel waren nur 80 Zuschauer zugelassen, doch die verbreiteten zusammen mit Regensburg eine Stimmung, als wäre der Saal wie in früheren Zeiten gerammelt voll gewesen.

Von Robert Stockamp