Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Messerangriff beim Frisör: 22-Jähriger steht vor Gericht
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Messerangriff beim Frisör: 22-Jähriger steht vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:24 04.12.2019
Detmeroder Markt: In diesem Frisörsalon kam es im Mai zu einer handfesten Auseinandersetzung. Der Täter stand jetzt vor Gericht. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Laut Zeugen hat er den Inhaber des Friseur-Salons mit einem Messer angegriffen und den Kopf des Mannes gegen eine Scheibe gehauen – doch davon wollte der Angeklagte (22) am Mittwoch im Amtsgericht Wolfsburg nichts mehr wissen. Vor Gericht stand der Iraker wegen gefährlicher Körperverletzung. Weil aber der Ladeninhaber nicht erschien, um auszusagen, wurde die Verhandlung abgebrochen und verschoben.

Geschubst, getreten und das Messer gezückt

Zum Tatzeitpunkt war der Iraker 21 Jahre alt: Am 7. Mai kam er in einen Friseursalon am Detmeroder Markt, um vom Inhaber eine Bescheinigung für das Jobcenter seines Praktikums zu erhalten. Als der 49-jährige Salonchef den jungen Mann abwies und ihn wegschicken wollte, soll der junge Iraker den Geschäftsinhaber geschubst, getreten und mit einem Messer angegriffen haben.

Frisör-Chef flüchtete – und schloss den 22-Jährigen im Salon ein

Der Ladenbesitzer konnte mit Hilfe von Angestellten und Kunden aus seinem eigenen Geschäft flüchten und schloss den vermeintlichen Angreifer kurzerhand im Salon ein. Daraufhin randalierte der Mann dieser im Laden und flüchtete am Ende durch den Notausgang.

Im Prozessauftakt lässt der 22-jährige Angeklagte eingangs eine Erklärung durch seinen Verteidiger verlesen: Ja, es sei zutreffend, dass er den Laden am besagten Tag betreten habe. Er habe aber kein Messer dabei gehabt und die Aggression sei vom Ladenbesitzer ausgegangen. Er habe sich nur verteidigen wollen. Es habe kein Messer und auch keine Tritte gegeben. Als er dann eingeschlossen worden sei, habe er dann vor Wut im Laden einen Haarschneider und einen Föhn kaputtgemacht.

Richterin: Scheibe des Friseur-Salons splitterte sogar

Die Richterin hält dem Angeklagten vor, dass sowohl der Geschädigte als auch weitere Zeugen bei der Polizei ausgesagt hätten, dass der Angeklagte den Kopf des Ladeninhabers genommen habe und in eine Glasscheibe gerammt habe, die dabei sogar zersplittert worden sei. Er habe eine Schädelprellung, eine Platz- und eine Schnittwunde am Kopf sowie durch Tritte in den Rumpf ein stumpfes Bauch-Trauma erlitten. Bei der Inaugenscheinnahme von Tatortfotos weist sie ausdrücklich auf ein Loch in der Scheibe der Eingangstür sowie Spuren der Verwüstung im Ladeninneren mit Blutanhaftungen hin.

Angeklagter beantwortete keine Nachfrage

Nachfragen würden vom Angeklagten grundsätzlich nicht beantwortet, stellte der Pflichtverteidiger von vorneherein klar.

Umso spannender wurde die Zeugenaussage des Ladeninhabers erwartet. Erstaunlicherweise erschien dieser nicht. Deshalb musste die Richterin den Prozess unterbrechen und alle sechs weiteren geladenen Zeugen unverrichteter Dinge nach Hause schicken. Dementsprechend gespannt wird nun der Fortsetzungstermin am 12. Februar erwartet.

Von der WAZ-Redaktion/swi

Damit will Volkswagen ausdrücken, dass der Golf über viele Generationen hinweg ein Teil des Lebens der Kunden war und auch in Zukunft sein wird.

04.12.2019

Spezialitäten auf dem Wolfsburger Weihnachtsmarkt: Die WAZ-Reporterin Melanie Köster testete das kulinarische Angebot – und hatte die Qual der Wahl zwischen all den Leckereien. Ein Highlight lässt allerdings auf sich warten: das Riesenrad...

05.12.2019

Nach dem Neubau des Wegs zwischen Ilkerbruch und Weyhäuser Weg wurde jetzt mit der Sanierung des Teilstücks bis zur Tappenbecker Landstraße die letzte Lücke eines langen Radwegs abgeschlossen.

04.12.2019