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Stadt Wolfsburg So arbeitet die Kontaktbeamtin der Polizei
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So arbeitet die Kontaktbeamtin der Polizei
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16:59 12.09.2019
Im Sprechzimmer des Mehrgenerationenhauses: Hier berät Ellen Schulze ab jetzt die Bürger aus der Nordstadt. Quelle: Britta Schulze
Nordstadt

Ellen Schulze ist in der Nordstadt ein bekanntes Gesicht. Als Kontaktbeamtin der Polizei ist sie hier für viele Wolfsburger ein wichtiger Ansprechpartner. Nachdem ihr bisheriges Büro im Edeka-Gebäude abgerissen wurde, hat sie nun einen neuen Platz gefunden: Ab jetzt ist sie zwei Mal pro Woche im Mehrgenerationenhaus anzutreffen.

Ab wann kann ich Anzeige gegen meinen Nachbarn erstatten?

Schulze ist eine von drei Kontaktbeamten in Wolfsburg. Bei ihnen können die Wolfsburger Anzeigen aufgeben oder sich Rat holen. Oft gehe es da gar nicht um Diebstahl oder Unfallflucht, sondern um Nachbarkeitsstreitereien, berichtet Schulze. Die Ratsuchenden wollten wissen, ab wann das unliebsame Verhalten der Nachbarn eine tatsächliche Straftat sei und was sie dagegen unternehmen könnten. „Dann verweise ich sie aber meistens erst einmal an Schiedsleute“, sagt die Kontaktbeamtin.

Das sind Wolfsburgs Kontaktbeamte

Ellen Schulze ist als Kontaktbeamtin zuständig für die Stadtteile Alt-Wolfsburg, Tiergartenbreite, Teichbreite, im südlichen und nördlichen Teil von Kreuzheide und in Kästorf zuständig. Auch die Bereiche Nordfriedhof und Waldfriedhof gehören ebenso dazu wie der gesamte Allerpark. Ihre Sprechzeiten sind dienstags von 14 bis 15 Uhr und donnerstags von 9 bis 10 Uhr im Mehrgenerationenhaus. Außerdem ist Schulze mobil erreichbar unter der Nummer (01 51) 63 40 72 65.

Ihr Kollege Thorsten Suppra ist unter (0 53 61) 46 46 47 3 erreichbar und kümmert sich um die Belange in den Stadtteilen Heßlingen, Rothenfelde, Hellwinkel und Stadtmitte sowie Steimker Berg, Reislingen West und Windberg. Die Bereiche Klieversberg, Hohenstein und Wohltberg ebenso wie Laagberg zählen auch dazu.

Der dritte Wolfsburger Kontaktbeamte, Jens Oertelt, setzt seine Schwerpunkte in den Stadtteilen Detmerode, Westhagen, Rabenberg und Köhlerberg sowie Eichelkamp, Klieversberg und Hageberg. Der Oberkommissar ist im Einkaufszentrum Detmerode unter der Nummer (0 53 61) 7 16 43 erreichbar. Suppra und Oertelt haben keine festen Sprechstunden, Termine werden am Telefon vereinbart.

Gespräche mit Bürgern kommen aber nicht nur in den regulären Sprechzeiten zustande, denn Schulze geht in ihrem Stadtteil auch Streife und wird oft angesprochen. So wollte zum Beispiel neulich eine ältere Dame auf dem Markt wissen, was sie tun solle, wenn die Polizei anrufe und nach Eigentumsverhältnissen fragt. Schulze erklärte ihr, dass die Polizei das niemals tun würde und wie sie sich am besten vor solchen Betrügern schützen könne.

Beratungsbesuche bei Seniorenkreisen

Ihr Kollege, Frank Klaukien vom Präventionsteam der Polizei, ergänzt: „Wenn ein Seniorenkreis sich trifft und etwas über falsche Polizisten erfahren will, kann er uns auch anrufen und ein Kontaktbeamter kommt dann vorbei. Solche Betrugsfälle sind für uns eines der wichtigsten Themen.

Alle zufrieden mit der neuen Lösung: Thorsten Vogel vom Mehrgenerationenhaus mit den Polizeibeamten Ellen Schulze und Frank Klaukien (v.l.). Quelle: Britta Schulze

Aber auch mit den ganz jungen Mitgliedern der Gesellschaft haben die Kontaktbeamten immer wieder zu tun. Morgens sorgt Ellen Schulze für Sicherheit auf den Schulwegen der Leonardo-da-Vinci-Grundschule und der Grundschule Alt-Wolfsburg. Und regelmäßig schult sie die Grundschüler selbst in Verkehrssicherheit: In der ersten Klasse gibt es das „Fußgänger-Diplom“, später werden die Kinder auf Rollern oder Fahrrädern geprüft. „Früher brauchte man das nicht, da konnten die Kinder das alles schon von Haus aus“, berichtet Schulze. Heute aber fehle es den Schülern oft an Balance und Koordination.

Vor der Grundschule GS7: Ellen Schulze hält Eltern davon ab, ihre Kinder bis zur Schultür zu kutschieren und damit alle jungen Fußgänger zu gefährden. Quelle: Britta Schulze

Und mitunter gibt es sogar ein bisschen Nervenkitzel. Wenn zum Beispiel ein Leasingwagen geblitzt wird, bei dem schwer zuzuordnen ist, wer zu dem Zeitpunkt am Steuer saß, bekommt Schulze die Adresse und das Blitzerfoto des ,Verdächtigen’ und zieht damit los. „Manchmal wird mir die Tür vor der Nase zugeschlagen, manchmal bitten mich die Leute aber auch freundlich rein und entschuldigen sich.“ An anderen Tagen liege ein Gefühl der Bedrohung in der Luft, berichtet Schulze. „Deshalb gucke ich vorher schon nach, ob derjenige bei uns bereits aktenkundig ist. Und wenn ich ein ganz ungutes Gefühl habe, nehme ich einen Kollegen mit.“

Jetzt eine zentrale Anlaufstelle am Hansaplatz

In den Sprechstunden geht es zum Glück entspannter zu. Und mit den neuen Räumlichkeiten sind auch alle zufrieden, da das Mehrgenerationenhaus am belebten Hansaplatz mit Wochenmarkt, Geschäften und Ärzten liegt, betont Klaukien: „Das Leben in der Nordstadt findet hier statt.“

Von Frederike Müller

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