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Stadt Wolfsburg Mathe-Abi: Viele Wolfsburger machen bei Online-Petition mit
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Mathe-Abi: Viele Wolfsburger machen bei Online-Petition mit
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00:18 14.05.2019
Ärger: Viele Schüler und Eltern beschweren sich über die schwere Matheaufgaben in den Abiturprüfungen. Quelle: DPA
Wolfsburg

Die Kritik an den diesjährigen Mathematik-Aufgaben in den Abitur-Prüfungen reißt nicht ab. Allein in Niedersachsen haben bis jetzt 12.800 Leute eine Online-Petition gegen die Mathe-Prüfungen unterschrieben, darunter 262 Wolfsburger. Ist die Kritik wirklich berechtigt?

„Ich habe mir die Mathe-Aufgaben genau angeschaut – das Ganze ist machbar“, sagt Wolfgang Preuk, Leiter des Vorsfelder Phoenix-Gymnasiums. Aber: „Die Struktur der Aufgaben war nicht gut gemacht.“ Viele Schüler hätten eine Stunde mehr Zeit gebraucht. Denn: Statt die Prüfungen mit leichteren Aufgaben zu beginnen und den Schwierigkeitsgrad zu steigern, „ging die Prüfung gleich mit schweren Aufgaben los“, so Preuk.

Verständnis für Schüler

Er zeigt Verständnis für Schüler: „Wir haben unsere Schüler gut vorbereitet, aber trotzdem gehen sie nervös in eine Prüfung. Schon bei der ersten Aufgabe hatten viele Schüler dann den Eindruck: Das wird furchtbar...“ Hinzu komme, dass manche Aufgabentexte kompliziert formuliert gewesen seien: „Sie zu verstehen kostet Zeit.“ Sein Fazit: „In den Vorjahren hat man das viel besser gelöst. Diesmal wurde die wahre Leistungsfähigheit der Schüler gar nicht abgefragt – ihnen blieb schlicht zu wenig Zeit.“ Viele Schüler und Eltern seien „sehr enttäuscht“.

Aufgaben „fachlich leistbar“

Ein Eindruck, den die Leiterin des Ratsgymnasiums, Jennifer Yavuz, teilt: „Die Prüfungsaufgaben waren fachlich leistbar, aber psychologisch nicht geschickt aufgebaut.“ Man habe einige Aufgaben sehr genau lesen müssen, um zu verstehen, was überhaupt gefordert werde – „das kostet Zeit.“ Allerdings sei die Stimmung nach den Prüfungen „sehr ruhig“ gewesen.

Zu wenig Zeit, zu komplexe Aufgaben

Das ändert sich gerade: Immer mehr Abiturienten unterstützen die Online-Protestaktion, mittlerweile sind es laut Statistik bereits 262 Wolfsburger. Viele der Kommentare sind öffentlich, etwa der von Alexander Sturm: „Den Kindern zu beweisen, dass sie nichts können, bringt niemandem etwas.“ Bennet Massarczyk (Wolfsburg) schreibt: „Zu wenig Zeit, zu komplexe Aufgaben.“ Und Julia Lehrmann aus Jembke bringt es für viele auf den Punkt: „Die Prüfung für den Grundkurs in Mathe war viel zu schwer. Es wäre mir wichtig, dass an der Benotung etwas gemacht wird, damit die Klausuren für alle nicht so schlecht ausfallen.“

Gestartet wurde die Online-Petition am 3. Mai. Sie soll fünf Monate lang laufen und dann Kultusminister Grant Hendrik Tonne überreicht werden.

Von Carsten Bischof

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