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Stadt Wolfsburg Massenpanik nach Böllerwurf: Wolfsburger Youtuber (17) vor Gericht
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Massenpanik nach Böllerwurf: Wolfsburger Youtuber (17) vor Gericht
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18:10 14.08.2019
Tatort „Thier-Galerie“ in Dortmund: Hier zündeten Jugendliche Böller und versetzten mitten im Weihnachtstrubel Hunderte Menschen in Angst und Schrecken. Quelle: Foto: dpa
Wolfsburg

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Zwei Youtuber (17 und 18 Jahre) aus dem Raum Wolfsburg stifteten im Dezember in Dortmund Teenager dazu an, Böller in einem Einkaufszentrum zu zünden. Was im Jugendjargon als „Prank“ (Scherz) gedacht war, endete mit einer Massenpanik, es gab mindestens 30 Verletzte. Am Amtsgericht Wolfsburg begann am Mittwoch der nicht-öffentliche Prozess gegen die Youtuber.

Ein Urteil wird diesen Freitag erwartet. Die Plädoyers wurden bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten. Da auf die Anhörung von Zeugen verzichtet wurde, liegt nahe, dass die Jugendlichen ein Geständnis abgelegt haben.

Hunderte Besucher flüchteten panisch

Als am Nachmittag des dritten Adventssamstags ein so genannter Polen-Böller gegen 17.35 Uhr in dem gut besuchten Einkaufszentrum explodierte, entstand eine Massenpanik, bei der mehrere hundert Besucher panisch aus dem Gebäude flüchteten.

Dabei verletzten sich mindestens 30 Menschen, erlitten Prellungen und Hautabschürfungen. Die Anklage lautete deshalb auf gefährliche Körperverletzung. Mithilfe von Zeugen konnten noch vor Ort vier polizeibekannte Jugendliche aus Dortmund im Alter zwischen 14 und 16 Jahren festgenommen werden.

Video inzwischen bei Youtube gelöscht

Das Video von der unrühmlichen Aktion tauchte später bei YouTube auf, wurde aber mittlerweile gelöscht. Auch auf Twitter kursierte ebenfalls ein kurzer Clip. Die Videomitschnitte führten zu den vermeintlichen Anstiftern, dem 17-jährigen Wolfsburger und dem 18-jährigen Helmstedter. Sie sollen den Dortmunder Jugendlichen rund 35 Euro geboten haben, um den Böller zu zünden und die Stimmung „anzuheizen“.

Der 17-jährige Youtuber aus Wolfsburg gilt als Internet-Sternchen. Sein Youtube-Kanal hat derzeit 355 000 Abonnenten. Dort zeigt er selbst gedrehte Filme, in denen er Menschen – meistens seine eigenen Familienangehörigen – erschreckt.

Angeklagte sind bereits polizeibekannt

Er und der 18-jährige Helmstedter sind aber nicht nur im Internet, sondern auch bereits polizeibekannt: Der Wolfsburger hat bereits drei Vorstrafen, wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Sachbeschädigung musste er kürzlich einen Freizeitarrest verbüßen. Auch der Helmstedter ist bereits vorbestraft: Vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie vorsätzliche Körperverletzung gehen auf sein Konto.

Das Urteil wird für Freitag mit Spannung erwartet: Der Strafrahmen für gefährliche Körperverletzung liegt zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Freiheitsstrafe. Währenddessen postet der junge Youtuber munter weiter. Erst vor zwei Tagen stellte er ein Video online, in dem er sich nach dem Genuss einer Shisha bewusstlos stellt. Der Titel: „Fast gestorben. Prank an arabischen Vater“.

Von swi

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