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Stadt Wolfsburg Schiller-Drama „Maria Stuart“ begeistert in Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schiller-Drama „Maria Stuart“ begeistert in Wolfsburg
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15:04 23.10.2019
Das Drama um Maria Stuart (Alexandra Riemann, kniend) und Elisabeth I. (Natascha Mamier, rechts) fesselte das Publikum. Quelle: Robert Stockamp
Stadtmitte

Mit einer wunderbaren Inszenierung des Schiller-Dramas „Maria Stuart“ begeisterte das Ensemble des Landestheaters Detmold am Dienstagabend das Publikum im Scharoun Theater. Mit lang anhaltendem Applaus, Bravo-Rufen und teilweise stehenden Ovationen bedankten sich die Zuschauer nach zweieinhalb Stunden Polit-Thriller, der in alter Form und dennoch völlig entstaubt aufgeführt wurde.

Maria Stuart ist gleichzeitig als historische und als literarische Figur sehr bekannt. Ihre tragisch endende Geschichte fällt in einer Zeit großer Unruhen. Die Tudors sind mit Elisabeth I. nur an der Macht, weil ihr Vater Heinrich VIII. mit der katholischen Kirche gebrochen hatte und die Anglikanische Kirche gründete.

Königin wird enthauptet

Die Katholiken hatten Heinrichs zweite Heirat nicht anerkannt und so war in ihren Augen Elisabeth unehelich und nicht erbberechtigt. So wurde Maria Stuart tatsächlich mal zur englischen Königin proklamiert. Schillers Stück spielt 18 Jahre nach der Festnahme Stuarts, die vor innenpolitischen Problemen aus Schottland geflüchtet war. Am Ende steht die Enthauptung der ehemaligen Königin von Schottland.

Natascha Mamier in der Rolle der Elisabeth und Alexandra Riemann als Maria Stuart gaben hervorragende Konkurrentinnen ab. Mamier spielte die von höfischen Ränkespielen getriebene Königin vielschichtig mit Bravour. Sehr gut stellte sie die innere Zerrissenheit dar, auf der einen Seite nicht das Todesurteil unterzeichnen zu wollen, auf der anderen Seite aber unbedingt Maria als Bedrohung für ihren Thron endlich los zu werden.

Schauspiel auf hohem Niveau

Auch die anderen Mitglieder des Ensembles spielten durchweg auf hohem Niveau. Trotz der alten Sprache und der dem 16. Jahrhundert angelehnten Kostüme, vermochten es alle Schauspieler durch gute Darstellung, das Publikum bei der Handlung zu halten.

Die moderne Bildsprache in der Inszenierung von Jan Steinbach tat ein übriges, selbst die Aufmerksamkeit der vielen Schüler, die sicherlich nicht ganz freiwillig da waren, über die ganze Länge des Stücks zu erhalten. Das spartanische Bühnenbild, akzentuiert gesetztes Licht, Pop-Songs aus dem Off und zusätzliche Stilmittel wie ein Redner-Mikrofon hoben das Stück aus seiner Zeit in die Gegenwart.

Große darstellerische Kraft

Zudem war Friedrich Schiller ein Meister des politischen Thrillers. Sein Stück ist von großartiger Dramaturgie. Aber erst die Bühnengestaltung und vor allem die große darstellerische Kraft aller Schauspieler machten die Inszenierung zu einem spannenden Stück. Das ist den Darstellern besonders hoch anzurechnen, da sie vorher in ziemlicher Hektik waren. Da das Ensemble im Stau stand, begann die Vorstellung mit 20 Minuten Verspätung.

Von Robert Stockamp

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