Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg „Manspreading“: Machen sich Männer in Bussen zu breit?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Manspreading“: Machen sich Männer in Bussen zu breit?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:39 13.12.2019
Breit gemacht: Männer blockieren in einer U-Bahn mehr als einen Sitz. Quelle: dpa
Stadtmitte

Breitbeinig sitzen sie da, meist sind es Männer. In öffentlichen Verkehrsmitteln blockieren sie mit dieser Körperhaltung zwei Sitze und halten anderen Fahrgästen den Sitz vor. „Manspreading“ wird dieses Phänomen genannt. In Wien gibt es dazu jetzt eine Kampagne in öffentlichen Verkehrsmitteln, die Männer darauf hinweist eine platzsparendere Sitzhaltung einzunehmen. Madrid verbietet es sogar. Wie fühlen sich weibliche Fahrgäste, wenn Männer neben ihnen die Sitze blockieren? Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg bezieht eine klare Position. Sie sagt: „Manspreading ist Sexismus“.

Beate Ebeling: „Wie wollen wir miteinander umgehen?“

Die Körperhaltung demonstriere das Machtdenken der Männer. „Frauen nehmen eine solche Sitzposition eher nicht ein. Und es sei eben auch einfach eine Geringschätzung der Umgebung. „Wie wollen wir in unserer Gesellschaft miteinander umgehen?“, fragt Ebeling. Respekt und Werte müssen wieder mehr Bedeutung bekommen.

Die Debatte zur Körperhaltung von Männern in öffentlichen Räumen hält sie keineswegs für überzogen, auch wenn das Thema natürlich im Vergleich zur Gewalt gegenüber Frauen eine untergeordnete Rolle spielt. „Dennoch: Man muss nicht tolerieren, neben jemandem zu sitzen, der einem Raum wegnimmt ist. Mit dieser Körperhaltung können Grenzen überschritten werden“, sagt Ebeling. Auch wenn es sich bei „Manspreading“ nicht um sexuelle Belästigung handele.

Gegen ein Verbot in öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Gleichstellungsbeauftragte ist aber gegen ein Verbot in öffentlichen Verkehrsmitteln: „Die Sitzhaltung zu verbieten macht nur Sinn, wenn auch Sanktionen folgen. Aber einen sichtbaren Hinweis zu geben, finde ich sinnvoll.“ Sie würde Schilder in öffentlichen Verkehrsmitteln begrüßen.

WVG: „Wir sehen keinen Handlungsbedarf“

Die Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) sieht diesbezüglich keine Aktivitäten vor. „Es gibt keine Beschwerden und keine Reaktionen aus unserem Kundenkreis“, wird Petra Buerke, Sprecherin der WVG in einer Mitteilung zitiert. Auf WAZ-Anfrage, ob ein Verbot in öffentlichen Verkehrsmitteln vorstellbar wäre, bezieht die WVG keine eindeutige Position: „Wir sehen keinen Handlungsbedarf.“

Einen Grund, sich auf dem Sitz breit zu machen, sieht die Gleichstellungsbeauftragte auch in der Erziehung von Mädchen und Jungen. „Ich glaube, Mädchen wird vermittelt, dass sie Etikette bewahren müssen und sich eher klein machen. Männer hingegen sei es eher erlaubt, sich so zu präsentieren“.

Von Nina Schacht

Die junge Studentin hatte ein Stipendium des Internationalen Freundeskreises Wolfsburg (IFK) und verbrachte ein halbes Jahr in dem Land – sie studierte und erlebte zahlreiche Abenteuer.

15.12.2019

Die Polizei ist nach dem Europa League-Spiel des VfL Wolfsburg gegen den AS Saint Etienne am Donnerstag zufrieden mit dem Verlauf. Das Sicherheitskonzept sei gut aufgegangen, es gab keine Auseinandersetzung zwischen den Gästen und der Heim-Mannschaft. Trotzdem kam es zu Straftaten.

13.12.2019

Zum sechsten Mal in diesem Jahr hat sich an der Ecke K 46 und Hubertusstraße ein Unfall ereignet. Am Donnerstag gab es bei einem Crash mit drei Autos zwei Schwerverletzte. Bereits vor Monaten schlug die Unfallkommission die Aufstellung einer Ampel vor. Bis diese kommt, will die Stadt die Gefahrenstelle „kurzfristig entschärfen“.

13.12.2019