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Stadt Wolfsburg Linienänderungen der WVG: Bevölkerung soll nicht darunter leiden
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Linienänderungen der WVG: Bevölkerung soll nicht darunter leiden
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18:58 25.09.2019
Beim Busverkehr in Wolfsburg wird es Veränderungen geben. Wie diese genau ausfallen, wird noch beraten. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Die Entwicklung Wolfsburgs stand im Mittelpunkt eines Sitzungsmarathons am Dienstag im Rathaus. Gesprochen wurde über die Anpassung des städtischen Internetauftritts sowie die Digitalisierung im Rahmen des Förderprojekts „Smart City“. Großen Raum allerdings nahmen zunächst erneut die Fahrplan- und Linienänderungen der Wolfsburger Verkehrsbetriebe ein.

Gesucht wird der goldene Mittelweg

Gemeinsam mit den Ortsräten sucht man hier nach dem „goldenen Mittelweg“: Die Verkehrsbetriebe wollen ihre Busse bedarfsgerechter einsetzen, Leerfahrten vermeiden und rund 500 000 Buskilometer jährlich einsparen. Vor dem Hintergrund der geplanten Veränderungen tagten dazu die Ortsräte Stadtmitte und Mitte West sowie der Strategieausschuss gemeinsam.

Individualverkehr darf nicht zunehmen

Nach Auffassung der örtlichen Politiker soll der ÖPNV aber nicht so reduziert werden, dass die Bevölkerung – vor allem in den weiter entfernten Ortsteilen – darunter leiden muss und der Individualverkehr wieder zunehme. Streckenstilllegungen und Schließungen von Haltestellen werden Ausschüsse und Ortsräte auch weiterhin beschäftigen. Denn die sogenannten Bedarfsanpassungen der WVG sollten nicht in Stein gemeißelt sein. Nach zwei Jahren, eventuell aber auch schon früher, soll analysiert werden, ob positive oder negative Effekte überwiegen.

Nicht genügend Busfahrer verfügbar

Stadtwerke-Vorstand Dr. Frank Kästner hatte zunächst noch einmal die Notwendigkeit der Fahrplan- und Linienänderungen begründet, unter anderem auch damit, dass trotz intensiver Bemühungen noch immer nicht genügend Busfahrer zur Verfügung stehen. „Unser Personal schiebt einen Berg von Überstunden vor sich her“, sagte er. Oberbürgermeister Klaus Mohrs wehrte sich in diesem Zusammenhang gegen kritische Nachfragen (Thomas Schlick, AfD), dass man eventuell nicht genügend getan habe, um geeignetes Personal zu rekrutieren. „Die WVG schläft nicht auf dem Baum“, sagte Mohrs. Seit Jahren bemühe man sich beständig um mehr Personal für die Busse.

ÖPNV an Regionalverkehr anbinden

Insgesamt war sich die Ausschussmehrheit darüber einig, dass Veränderungen notwendig seien. Wie die allerdings aussehen sollten, will man erst nach dem endgültigen Votum aller Ortsräte festlegen. Erste Vorschläge meldete Hans-Georg Bachmann (SPD) an: Der Wolfsburger ÖPNV sollte vernünftig an den Regional-Busverkehr angebunden werden. Zudem sollten die Busse sonnabends von 8 bis 20 Uhr normal fahren.

Digitalisierung vorantreiben

Weiterhin wurde die digitale Zukunft der Stadt Wolfsburg erörtert. Die Referatsleiter Ralf Sygusch (Strategische Planung) und Dr. Sascha Hemmen (Digitalisierung und Wirtschaft) referierten über das Modellprojekt „Smart City“. Hier geht es darum, die Digitalisierung der Stadt voranzutreiben. Der Ausschuss gab den Experten mit auf den weiteren Weg, dass die Verbesserung der Angebote insbesondere der Bevölkerung zugute kommen müsse. Wie übrigens auch der städtische Internetauftritt „www.wolfsburg.de“, der neu gestaltet werden soll. Wie Sabrina Dünschede und Marcel Hilbig vom Referat Kommunikation dazu erklärten, soll vor allem die Nutzerfreundlichkeit verstärkt werden.

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25. September: Abgespeckter Busfahrplan: Ortsräte wollen Sammelbusse als Ersatz

18. September: Weniger Busse nachts und am Wochenende: Ortsräte finden WVG-Pläne gut

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Von Burkhard Heuer

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