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Stadt Wolfsburg Letzte Ruhe: Wolfsburg bekommt einen Bestattungswald
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Letzte Ruhe: Wolfsburg bekommt einen Bestattungswald

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08:57 02.07.2020
In diesem Bereich des Nordfriedhofs ist der städtische Bestattungswald vorgesehen. Quelle: privat
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Wolfsburg

Den Wolfsburgern soll schon bald eine Beisetzung auf einem Bestattungswald ermöglicht werden. Die Ratsfraktionen von CDU und SPD haben sich einer Mitteilung zufolge auf einen gemeinsamen Antrag zum Thema Waldbestattungen geeinigt. Das Waldstück für den geplanten neuen städtischen Friedhof ist zwischen Nord- und Waldfriedhof östlich der Werderstraße gelegen. Außerdem gibt es Pläne für einen privaten Friedwald außerhalb der Kernstadt.

„Diese Art der Bestattung ist eine zeitgemäße und naturverbundene Alternative“, begrüßt Kerstin Struth, SPD-Mitglied in der Friedhofskommission, das erste Angebot dieser Art in Wolfsburg. Voraussichtlich ab dem 1. September könnten Waldbestattungen möglich sein. Unter Buchen, einigen Eichen und Kiefern sollen um jeden Baum herum bis zu acht Urnen begraben werden.

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Bestattungswald ist gut per Bus zu erreichen

Bei der Auswahl des Standortes sei es wichtig gewesen, dass das Gelände mit dem Bus gut zu erreichen ist. Außerdem sollte ein Parkplatz in fußläufiger Nähe vorhanden sein – beide Kriterien sind nach Meinung der SPD erfüllt. Die Bushaltestelle der Linie 202 ist genau gegenüber dem Areal, der Hauptparkplatz ebenfalls. „Jetzt werden wir noch dafür sorgen, dass Besucherinnen und Besucher die Bäume auf naturnah-befestigten Wegen auch mit dem Rollator oder der Rollstuhl erreichen können“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Bachmann in seiner Funktion als stellvertretender Bauausschuss-Vorsitzender.

Auch die CDU befürwortet die Einrichtung eines Bestattungswaldes. Besonders durch die hohe Mobilität der Gesellschaft gestalte sich die Pflege von Grabstätten zum Teil schwierig, erklärte die CDU-Ratsfraktion. Die Möglichkeit der Waldbestattung gebe sowohl den Verstorbenen als auch den Hinterbliebenen eine Möglichkeit, eine angemessene Ruhestätte zu wählen.

Bislang mussten Wolfsburger für Waldbestattungen in andere Landkreise ausweichen

In den umliegenden Landkreisen würden Waldbestattungen bereits gut angenommen, erklärte die CDU. Bislang hätten Wolfsburger bedauerlicherweise dorthin abwandern müssen, um einen Bestattungswald wählen zu können. Dabei zeige inzwischen auch ein privater Anbieter die Bereitschaft, einen weiteren Bestattungswald in Wolfsburg einzurichten.

„Mit dem jetzt gestellten Antrag werden umgehend beide Möglichkeiten auf den Weg gebracht. Wir freuen uns darüber, dass insbesondere nach längerem Stillstand eine Umsetzung nun schnell erfolgen kann,“ so der Fraktionsvorsitzende Peter Kassel.

Bereits in der vergangenen Ratsperiode hatte die Verwaltung den Auftrag bekommen, die Möglichkeit einer Waldbestattung in Wolfsburg anzubieten. Das Vorhaben verzögerte sich allerdings, unter anderem musste die Friedhofssatzung überarbeitet werden. Im vergangenen Mai hatte die Stadt angekündigt, dass der Bestattungswald bei einem positiven Ratsbeschluss „im zweiten Halbjahr 2020“ den Betrieb aufnehmen könne.

Von der Redaktion

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