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Stadt Wolfsburg Lena Düpont will für die CDU ins EU-Parlament
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Lena Düpont will für die CDU ins EU-Parlament
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18:00 18.02.2019
Bald für unsere Region im Europaparlament: Die CDU Wolfsburg mit dem Fraktionsvorsitzenden Peter Kassel (l.), der Kreisvorsitzenden Angelika Jahns (zweite v. l.) und ihrem Stellvertreter Christoph-Michael Molnar stellte jetzt Lena Düpont als Kandidatin für die Europawahl vor. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Eine Menge Überzeugung, ja sogar Idealismus schwingt mit, wenn Lena Düpont über die Beweggründe für ihre Kandidatur redet. Am 26. Mai geht die 32-jährige Gifhornerin auf dem aussichtsreichen dritten Listenplatz der CDU-Niedersachsen bei der Europawahl ins Rennen. Am Montag wurde sie von der CDU Wolfsburg vorgestellt. Dabei offenbarte Düpont auch gleich ihr größtes Anliegen: Der Zusammenhalt in der europäischen Union.

Die EU sei in ihrem Bestand gefährdet

„Man muss sich für dieses einzigartige Projekt für Frieden, Freiheit und Wohlstand einsetzen“, ist Düpont überzeugt. „Wenn das nicht jetzt geschieht, haben wir womöglich nicht mehr die Chance dazu.“ Denn die EU sei angesichts der weltpolitischen Lage – mit Trump und seiner Abkehr vom freien Handel sowie dem Brexit – in ihrem Bestand gefährdet. „Beides macht deutlich: Jeder Staat ist gut beraten, in der EU und im Binnenmarkt zu bleiben“, so Düpont. Nur mit einer starken EU könne man wirtschaftlich und politisch mit Amerika oder China mithalten.

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„Schlüsselindustrien nicht durch hausgemachte Vorgaben kaputt machen“

Ein weiterer Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen, sei eine zukunftsgerichtete Industriepolitik. „Wir dürfen unsere Schlüsselindustrien nicht durch hausgemachte Vorgaben kaputt machen“, schlägt Düpont die Brücke zu Dieselgrenzwerten und damit den heimischen Themen und fordert in diesem Zusammenhang auch, dass neben dem Elektroantrieb auch alternative Technologien nicht außer Acht gelassen werden.

Europapolitik müsse pünktlicher diskutiert werde

Um den schlechten Ruf, den die EU bei vielen Bürgern genießt, zu verbessern, schlägt Düpont eine bessere Kommunikation vor. „Nicht alles Schlechte kommt aus Brüssel“, sagt sie. Europapolitik müsse pünktlicher diskutiert werden – beim Entstehen der Gesetze, nicht erst bei deren Umsetzung auf nationaler Ebene.

Wie der Brüsseler Hase läuft, weiß Düpont aus eigener Erfahrung. Als Büroleiterin der EU-Abgeordneten Ewa Klamt, Referentin des Innenausschusses des EU-Parlaments sowie als Europa-Referentin für den Deutschen Reiseverband hat sie die EU-Politik von zwei Seiten aus kennengelernt.

Von Steffen Schmidt