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Stadt Wolfsburg Landessuperintendent: Pfarrstellen sollen attraktiver werden
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Landessuperintendent: Pfarrstellen sollen attraktiver werden
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20:31 21.09.2019
Landessuperintendent Dieter Rathing (links) macht sich vor Ort ein Bild von der Situation des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Seit gut einer Woche ist Landessuperintendent Dieter Rathing im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen unterwegs. Er macht sich im Rahmen seiner üblichen Visitation vor Ort ein Bild davon, wie sich die Fusion der beiden Kirchenkreise Wolfsburg und Wittingen, die zum 1. Januar 2013 vollzogen wurde, entwickelt hat. „Damals war die Sorge in Wittingen, dass Wolfsburg zu dominant sein würde“, sagt er. Aber das habe sich aus seiner Sicht nicht bestätigt. Stattdessen sei es eher die Aufgabe, die strukturellen Unterschiede der beiden Kreise wahrzunehmen. Zudem sollen Pfarrstellen attraktiver werden.

Kirchenkreis hat jetzt eine Pressesprecherin

In Tülau könne es eine andere Gemeindearbeit geben als in Wolfsburgs Stadtmitte. Denn während in Wolfsburg nur 30 Prozent der Einwohner Mitglied der evangelisch-lutherischen Kirche sind, seien es in Wittingen um die 90 Prozent. „In Wolfsburg muss man lauter und präsenter sein“, so seine Einschätzung. Aus diesem Grund stellte der Kirchenkreis kürzlich eine Pressesprecherin ein. Sie heißt Frauke Josuweit und arbeitete zuvor in der kirchlichen Frauenarbeit in Hannover.

Der Nordkreis hingegen müsse noch etwas bei der Jugendarbeit nachholen, meint Superintendent Christian Berndt. Aktuell finde diese dort nämlich nur im Bereich der Kirchenmusik statt. Das möchte er ausbauen und diskutiert im Kirchenkreis die Einrichtung einer Stelle für einen Religionspädagogen. Diese dann auch erfolgreich besetzen zu können, ist dann eine andere Sache. Denn der Fachkräftemangel sei auch in der Landeskirche angekommen.

Pfarrstellen werden attraktiver gestaltet

Selbst Pfarrstellen lassen sich nicht mehr so einfach besetzen. In Ehmen ist aktuell eine unbesetzt. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Pfarrstellen attraktiv sind“, sagt Landessuperintendent Rathing. Dafür würden die Pfarrhäuser im Kirchenkreis renoviert und für die Zusammenlegung von kleineren Kirchengemeinden geworben. Denn volle Stellen lassen sich leichter besetzen, weiß Rathing aus Erfahrung. Außerdem sei es für die meisten Pfarrerinnen und Pfarrer angenehmer, ihre Zeit eher mit ihrer regulären Arbeit zu verbringen und weniger mit mehreren, verschiedenen Kirchenvorstandssitzungen.

Können Pfarrstellen dennoch nicht besetzt werden, so hat die Landeskirche bereits mehrere Alternativen in peto. Eine davon ist, dass Lektoren und Prädikanten ehrenamtlich den Verkündungsdienst übernehmen. Auch können Pastoren freiwillig länger im Dienst bleiben, statt in den Ruhestand zu gehen. Außerdem seien der Kirche Spätentschlossene willkommen, die sich über ein Zweitstudium für die Pfarrarbeit entscheiden.

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Von Yvonne Droste

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