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Stadt Wolfsburg Lafrenz beigeistert im Scharoun Theater
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Lafrenz beigeistert im Scharoun Theater
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06:33 30.09.2019
Er machte alles allein: Bernd Lafrenz zeigte den Shakespeare-Klassiker „Was ihr wollt“. Quelle: Boris Baschin
Innenstadt

Mit seiner Ein-Personen-Darstellung der Shakespeare-Komödie „Was ihr wollt“ begeisterte Bernd Lafrenz am Freitagabend das Publikum im Scharoun Theater. Die Premiere der Produktion auf der Hinterbühne war kurzweilig, vergnüglich und sehr charmant gespielt.

Viola liebt Orsino, tritt ihm gegenüber als Cesario auf. In diesen verliebt sich Olivia, die aber von Orsino vergöttert wird. Und dann ist da noch Sebastian, Violas Zwillingsbruder. Hinter dem ist Antonio her. Sir Andrew hat das Werben um Olivia schon aufgegeben und trinkt lieber mit Sir Toby, der seinerseits ein Auge auf Maria geworfen hat. Und der gestrenge Malvolio ist ja auch noch da.

Gestrüpp aus Liebe und Täuschung

In dem Gestrüpp aus Liebe und Täuschung, Eitelkeit und Sehnsucht ist es gar nicht so leicht, noch den Überblick zu behalten Shakespeare spielt mit allen Facetten der Liebe und strickt eine wunderbare Komödie, die von den ausgeprägten Charakteren und skurrilen Situationen lebt.

Während zu Shakespeares Zeiten männliche Schauspieler als Frauen ausgaben, da die aus der Bühne nicht zugelassen waren, die sich dann als Männer verkleideten dreht Lafrenz das Verkleidungsrad noch eine Umdrehung weiter, indem er gleich alle Rollen spielt. Mit kleinem Bühnenbild und wenig Kostümwechsel gelang ihm das bei der Premiere am Freitagabend hervorragend.

Schneller Personenwechsel

Mal war es nur eine andere Mütze, die dann im Laufe des Dialogs auch mal einfach an einem Stab hing, um im Zwiegespräch einen schnellen Personenwechsel zu ermöglichen. Dann war es ein roter Büstenhalter, der in verschiedenen Positionen getragen dafür reichte, gleich drei verschiedene Personen darzustellen.

Zudem trat Lafrenz manchmal ganz aus dem Stück heraus und sprach mit dem Publikum, um einige Dinge zu erklären. Dank seiner großen schauspielerischen Wandlungskunst und den erklärenden Intermezzi war es sehr einfach, der Handlung zu folgen, die auf ein überschaubares Maß reduziert war.

Turbulentes Spiel verlangte viel ab

Das turbulente Spiel verlangte Bernd Lafrenz viel ab, denn an keiner Stelle durfte das Tempo verloren gehen. Unter der Regie des Parisers Abel Aboualiten war dies in der Inszenierung auf großartige Weise gelungen. Der anwesende Regisseur und der Schauspieler wurden daher am Ende verdientermaßen vom Publikum mit großem Applaus gefeiert.

Von Robert Stockamp

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