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Stadt Wolfsburg Kunstpreis „arti“: Erster Platz für Foto-Sammlung zum Corona-Lockdown
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kunstpreis „arti“: Erster Platz für Foto-Sammlung zum Corona-Lockdown
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10:18 21.06.2020
Die Preisträgerinnen des arti 2020 (v.l.): Anna Miethe (3.Platz), Luz Helena Marin Guzmán (1. Platz) und Eileen Lofink (2. Platz). Quelle: Kunstverein Wolfsburg
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Wolfsburg

Der Kunstverein Wolfsburg kürte jetzt zum achten Mal die Preisträgerinnen des „arti“-Kunstpreises. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Event erstmals per Livestream im Internet übertragen, die Künstlerinnen und Redner waren vor Ort anwesend.

Erste Siegerin wurde die Künstlerin Luz Helena Marín Guzmán. Ihre Arbeit entstand während des Lockdown – so auch der Titel des Werks – zu Zeiten der Corona-Pandemie. Freunde und Familie aus aller Welt schickten ihr während der Einschränkungen Handyfotos, welche ihren persönlichen Blick aus dem Innenraum auf den Himmel zeigen. Die Künstlerin bearbeitete 103 der Aufnahmen mit digitaler Zeichnung und erschuf eine Reihe fantasievoller Werke, die an kindliche Suche von Gestalten in Wolkengebilden erinnern.

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Die Gewinner des „arti“ 2020“ – eine Bildergalerie:

Die Jury kürte Luz Helena Marín Guzmán zur Gewinnerin des „arti“ 2020. Wegen der Corona-Pandemie übertrug der Kunstverein Wolfsburg die Preisverleihung als Livestream im Internet.

Ihr Aufruf und das Sammeln von Fotos unterschiedlicher Herkunft als Basis ihrer Arbeit, so genannte Crowd Art, sowie die moderne Verwendung digitaler Medien waren zwei Faktoren, die die fünfköpfige Jury überzeugten. Besonders beeindruckte die Umsetzung des Wettbewerbsthemas „Mit Energie“: Jedes einzelne Foto transportiert die Sehnsucht nach der Außenwelt, während man gezwungen ist, in der Enge des Hauses auszuharren und sich Beschäftigung zu suchen.

Lesen Sie auch: Kunstverein Wolfsburg verleiht „arti“ per Livestream

Der zweite Preis ging an Eileen Lofink, die es bereits 2016 unter die Nominierten schaffte. Damals noch als Studentin von Thomas Rentmeister, hat sie inzwischen erfolgreich ihren Meisterschüler bei Hartmut Kummer an der HBK Braunschweig abgeschlossen und wohnt derzeit wieder in Wolfsburg. Ihre Installation „from pure air we have descended“ besteht aus 77 flammenförmigen Objekten unterschiedlicher Größe, die im Ausstellungsraum zu einem nahezu perfekten, dunkelrot glänzenden Ring arrangiert wurden.

Die Grundlage der Arbeit bildet die Radiografie eines Hasen

Den dritten Preis gewann Anna Miethe für ihre Einreichung mit dem Titel „x-raybbit“. Ihr Videobeitrag schenkt dem Betrachter ein mikrokosmisches Erlebnis. Die Grundlage der Arbeit bildet die Radiografie eines Hasen, die die Künstlerin digital nachbearbeitete. Sie erschuf einen neuartigen, undefinierbaren Körper mit der naturwissenschaftlichen Ästhetik eines Röntgenbildes, der durch die Bewegung animierter kreisförmiger Partikel im Innern und den langsamen Rhythmus pulsierender Klänge zum Leben erweckt wird.

Die Ausstellung zum arti 2020: „Mit Energie“ ist noch bis zum 9. August im Kunstverein im Schloss Wolfsburg zu sehen.

Von der Redaktion

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