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Stadt Wolfsburg Kunst an Kreiseln: Vorschlag der CDU ist umstritten
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kunst an Kreiseln: Vorschlag der CDU ist umstritten
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13:00 14.05.2020
Kunstinstallation „Lasten und Tragen“ am Fuße des Klieversbergs: Für die PUG-Politiker Velten Huhnholz (l) und Adam Ciemniak steht die Skulptur an der richtigen Stelle. Quelle: privat
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Wolfsburg

Sind Kreisverkehre ein geeigneter Standort für öffentliche Kunstwerke? Die PUG lehnt den Vorschlag der CDU ab, bestehende Kunstinstallationen im Wolfsburger Stadtbild wie „Lasten und Tragen“ von Joseph-Henry Lonas auf Kreisel-Inseln zu verlegen.

„In der jetzigen Situation solche Forderungen zu stellen ist fehl am Platze. Das Umsetzen eines Kunstwerkes scheidet allein schon aus Kostengründen aus“, sagt Ratsherr Velten Huhnholz. Hinzu kommen ihm zufolge Sperrungen von Hauptverkehrsadern wie zum Beispiel am Kreisel Breslauer Straße/Grauhorststraße.

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Lesen Sie auch: Deshalb sollen Wolfsburger Kunstwerke Kreisel verschönern

Die bessere und vor allem kostengünstigere Lösung ist aus Sicht der PUG das Aufstellen eines neuen Objekts. Dabei sei eher ein Stadtmöbel wie der überdimensionale Golf an der Braunschweiger Straße eine Option anstatt eines Kunstwerks. „Kunst braucht Zeit um sich zu entfalten, Kunst soll wahrgenommen werden. Das geht nicht so gut beim flüchtigen Vorbeifahren oder beim Lauschen von Straßenlärm“, sagt Adam Ciemniak, Fraktionssprecher der PUG Mitte-West. „Und es sollte Verkehrsteilnehmer nicht vom Straßenverkehr ablenken“, ergänzt Huhnholz.

Kunstwerk sei bewusst an Standort platziert worden

Die CDU-Politiker Peter Kassel und Wilfried Andacht hatten sich dafür ausgesprochen, einerseits Wolfsburgs Kreisel zu verschönern und andererseits öffentliche Kunstwerke, die im Stadtbild verloren gehen, wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. So friste beispielsweise die Naturstein-Skulptur „Lasten und Tragen“ des Berliners Joseph-Henry Lonas ein tristes Dasein am Parkplatz des Scharoun-Theaters am Fuße des Klieversbergs. Die PUG betont dagegen, dass dieses Kunstwerk seinerzeit bewusst in ein angrenzendes Waldstück platziert worden sei. Es entfalte exakt an dieser Stelle eine Wirkung auf den Betrachter und bilde eine Symbiose mit umgrenzenden Grün, erklärten die PUG-Politiker.

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Von der Redaktion