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Stadt Wolfsburg Opfer und Täter geben völlig unterschiedliche Versionen zum Besten
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Opfer und Täter geben völlig unterschiedliche Versionen zum Besten
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15:30 17.12.2019
Amtsgericht: Ein 40-Jähriger war zunächst wegen versuchten Raubes angeklagt – doch die Geschichte wurde kompliziert. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Wegen versuchten Raubes musste sich am Dienstag ein in Tadschikistan geborener Monteur (40) vor dem Schöffengericht Wolfsburg verantworten. Er soll eine Bekannte (35) vor einem Spielcasino am Detmeroder Markt gewürgt und geschlagen haben, um ihr das Portemonnaie mit 80 Euro abzunehmen. Der Fall wurde aber Laufe der Verhandlung immer komplizierter, Täter und Opfer gaben zwei komplett unterschiedliche Versionen zum Besten.

Angeklagte habe die Frau „definitiv nicht gewürgt“

Der Angeklagte sagte, er habe das Opfer lediglich zur Rede stellen wollen, weil sie angeblich Lügengeschichten über ihn per Handynachrichten verbreitet habe. Deshalb habe er sie festgehalten und nach ihrem Handy gegriffen, geschlagen habe er sie aber definitiv nicht, gewürgt schon gar nicht. Außerdem sei er noch nicht so tief gesunken, dass er wegen 80 Euro eine Frau überfallen würde.

Doch dann wurde es abenteuerlich: Ihm sei aber im Nachhinein zu Ohren gekommen, dass das Opfer ihn beschuldigen würde, im Auftrag eines Gifhorners gehandelt zu haben. Er beschuldigte das Opfer, mit Führerscheindokumenten aus Litauen und Estland zu handeln. Weil ein Gifhorner angeblich mit einem solchen gefälschten Dokument aufgeflogen sei, sei der Angeklagte von jenem Gifhorner beauftragt worden, die für den Führerschein gezahlten 80 Euro wieder einzutreiben – habe das Opfer angeblich über Dritte verbreiten lassen.

Zeuge und Angeklagte trafen sich zufällig in Detmerode

Um zunächst einmal den konkreten Vorfall vor dem Spielcasino aufzuklären, befragte der Richter den 38-jährigen Zeugen, der bei den Handgreiflichkeiten vor Ort couragiert eingeschritten war. Entgegen seiner damaligen Aussage bei der Polizei konnte er sich vor Gericht nicht mehr erinnern, ob das Opfer gewürgt worden sei. Überhaupt konnte er sich in der Gerichtsverhandlung an auffallend wenig erinnern. Im Laufe der Befragung vor Gericht kam heraus, dass sich der Angeklagte und der Zeuge zwischenzeitlich zufällig in Detmerode begegnet seien und miteinander gesprochen hätten.

Angeklagte hat einschlägige Vorstrafen

Die Zeugenaussage des Opfers ergab schließlich weitere Hinweise auf andere Straftaten: „Ich weiß, dass er gemietet worden ist, um mich zu schlagen. Ich habe Drohungen per Telefon erhalten. Ich war nur ein Kurier.“ Die Namen der Hintermänner wollte sie vor Gericht nicht preisgeben. Die Staatsanwaltschaft hat zwischenzeitlich weitere Ermittlungen aufgenommen. Der Prozess musste deshalb vorerst ausgesetzt werden. Und: Für den Angeklagten kann das Ganze böse enden. Denn wegen einschlägiger Vorstrafen könnte er bei Verurteilung durchaus ins Gefängnis wandern...

Von swi

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