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Stadt Wolfsburg Klare Worte zum Reformationstag: „Rechtsextremismus ist Gift für unser Land“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Klare Worte zum Reformationstag: „Rechtsextremismus ist Gift für unser Land“
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06:57 01.11.2019
Volles Haus: In der Christuskirche gab es einen Empfang der evangelischen Kirchen zum Reformationstag. Quelle: Gero Gerewitz
Stadtmitte

Rechtsextremismus und Antisemitismus – nicht erst seit dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle sind das Themen, die Deutschland bewegen. Der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen und die Propstei Vorsfelde stellten sie in den Mittelpunkt des gemeinsamen Reformationstags-Empfangs am Donnerstagabend in der Christuskirche. Etwas Nachdenkliches passe gut, waren sich Superintendent Christian Berndt und Propst Ulrich Lincoln einig. Denn gerade der Reformationstag sei einer guter Anlass, über gesellschaftliche Entwicklungen zu sprechen.

Das machte Wilfried Mannecke, Pastor im Ruhestand, der sich mit Rechtsextremismus bestens auskennt, bis heute dagegen kämpft – und dafür angefeindet wird. Er erklärte in der voll besetzten Christuskirche, warum er sich gegen Rassismus und rechte Gewalt einsetzt: 1995 übernahm er die Gemeinde in Unterlüß in der Lüneburger Heide. In der Umgebung gab es zu diesem Zeitpunkt viele rechtsradikale Gruppierungen und sogar ein Neonazi-Schulungszentrum.

Apartheid in Südafrika selbst erlebt

Mannecke war entsetzt, hatte er nicht zuvor in Südafrika hautnah die menschenverachtende Apartheidspolitik miterlebt. 1994 waren dann die ersten freien Wahlen in Südafrika, damit war die Apartheid offiziell beendet. „Ein Jahr später erlebe ich dann in Deutschland, wie Rassentrennung verherrlicht wird“, so der Vorsitzender der Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“.

Für ihn war es keine Frage, gegen diese rechten Tendenzen zu kämpfen. „Ich habe in Südafrika selbst gesehen, wie es ist, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe ausgegrenzt werden.“ Als dann noch zehn junge Leute aus Unterlüß in die rechten Fänge gerieten, sei ihm klar gewesen, dass gehandelt werden muss. Der erste Schritt: einen Runden Tisch mit allen Beteiligten gründen.

Zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft

Sein Vortrag „Rechtsextremismus ist Gift für unser Land“ und die Andacht zum Reformationstag waren gut besucht. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kamen zahlreich. Die Christuskirche war so gut besucht, dass die gedruckten Liederzettel nicht ausreichten. Spontan bat Berndt die Besucher, sich einen zu teilen, so das alle mitsingen könnten.

Ulrich Lincoln unterstrich bei der Andacht, wie wichtig es sei zuzuhören. Obwohl heute mehr die Bilder zählten. Vor allem sollte man „denen zuhören, die keine Stimme haben“.

Von Sylvia Telge

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