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Stadt Wolfsburg Kiosk-Überfall: Fahndung nach Täter blieb erfolglos
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kiosk-Überfall: Fahndung nach Täter blieb erfolglos
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20:00 16.07.2019
Kiosk am Reislinger Markt: Eine Angestellte vertrieb den Räuber mit einem Baseballschläger. Quelle: Florian Heintz
Wolfsburg

Nach dem Raubüberfall auf einen Kiosk am Reislinger Markt ist die Fahndung nach dem Täter bislang erfolglos geblieben. Der Unbekannte hatte eine Angestellte am Montagabend mit einer Hiebwaffe bedroht und Geld gefordert. Die 48-Jährige schlug den Mann daraufhin mit einem Baseballschläger in die Flucht.

Polizei fand Tatwaffe und Kleidungsstücke

Bis zum späten Montagabend suchte die Polizei mit einem Hubschrauber und Hunden nach dem Täter. Die Tatwaffe und Kleidungsstücke des Räubers fanden Beamte in der Schreberstraße in unmittelbarer Nähe zum Tatort. Ein Zeuge beobachtete außerdem eine verdächtige Person in der Straße Krokusplan, die laut Polizei „sehr schnell laufend unterwegs“ war. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um den flüchtenden Täter handelte, da die Beschreibungen des Zeugen und der Kiosk-Angestellten weitgehend übereinstimmten. Bei dem Überfall war der Täter mit einer Sonnenbrille und einem dunklen Tuch maskiert.

Polizeiliche Kriminalprävention rät von Gegenwehr bei Überfall ab

Am Dienstagvormittag war die Polizei für weitere Ermittlungen vor Ort, auch die Angestellte wurde erneut vernommen. Die 48-Jährige erhielt in sozialen Netzwerken deutliche Zustimmung für ihr resolutes Auftreten. Sie hatte während des Überfalls einen Baseballschläger unter dem Tresen hervorgeholt und den Räuber damit vertrieben. Dabei wird grundsätzlich von Widerstand in einer solchen Situation abgeraten. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes gibt eindeutige Verhaltenstipps während eines Raubüberfalls: „Leisten Sie keine Gegenwehr, rufen Sie nicht um Hilfe“, heißt es dort und: „Benutzen Sie keine Waffen oder waffenähnliche Gegenstände.“

Der Erfolg habe der Angestellten quasi nachträglich recht gegeben

Auch Wolfsburgs Polizeisprecher Thomas Figge gibt zu bedenken: „Wenn man einen bewaffneten Täter vor sich stehen hat, sollte man sich nicht überschätzen.“ Es liege aber im eigenen Ermessen, in welcher Form man auf eine solche Bedrohung reagiere. In diesem Fall habe sich der Täter durch die Drohgebärde der Kiosk-Angestellten einschüchtern lassen – der Erfolg habe ihr quasi nachträglich recht gegeben.

Polizeisprecher: „Heldenmut tut selten gut“

Das angemessene Verhalten bei einem Raubüberfall „hängt auch von Art und Weise der Waffe ab“, sagt Figge. Bei dem Kiosk-Überfall am Reislinger Markt spricht die Polizei allgemein von einer Hiebwaffe, die der Täter bei sich führte. Näher will der Polizeisprecher die Tatwaffe nicht beschreiben, in Frage kommt unter anderem ein Schlagstock. Bei einer Bedrohung mit einer Schusswaffe sei selbstverständlich von jeglicher Gegenwehr abzuraten. Grundsätzlich gilt bei einem Überfall laut Figge die Devise: „Heldenmut tut selten gut.“

Hinweise von Zeugen nimmt die Polizei unter Tel. 05361/46460 entgegen.

Von Florian Heintz

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