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Stadt Wolfsburg Kinderpornos auf Computer: Bewährungsstrafe für 54-Jährigen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kinderpornos auf Computer: Bewährungsstrafe für 54-Jährigen
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00:19 31.01.2019
Amtsgericht Wolfsburg: Prozess um den Besitz von Kinderpornos. Quelle: Tim Schulze
Wolfsburg

Warnschuss für einen 54-Jährigen aus dem Landkreis Gifhorn: Wegen Besitzes von Kinder- und Minderjährigenpornos ist der Mann am Montag vom Amtsgericht zu sieben Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden – die zu drei Jahren Bewährung ausgesetzt wurden. Außerdem muss der Mann 1000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.

Rund 200 Dateien mit pornografischen Fotos von Kindern und Jugendlichen

Auf die Schliche kam die Polizei dem geschiedenen Familienvater (eine 19-jährige Tochter), weil sie einen einschlägigen Chatverlauf im Internet verfolgte. Er sei von „Leuten angeschrieben worden“, gab der Angeklagte zu. Im vergangenen Februar standen die Ermittler vor seiner Haustür und beschlagnahmten Handy plus Computer samt Festplatten. Das Ergebnis: Neben hunderttausenden Pornodateien fanden die Polizisten auch rund 200 Dateien mit pornografischen Fotos von Kindern und Jugendlichen. „Widerlich“, betonte die Richterin. „Den Kindern wird Schlimmes damit angetan. Sie leiden ein ganzes Leben lang darunter.“ In ihren Augen sei es „nicht normal, sich so etwas anzuschauen“.

Angeklagter beteuert, nicht pädophil zu sein

Der Angeklagte gab den Besitz der Daten zu, beteuerte aber, nicht pädophil zu sein: „Ich habe kein Verlangen danach!“ Er habe auch keine Dateien weitergeleitet und „mag Frauen in meinem Alter und etwas älter“. Aktuell lebe er in einer festen Beziehung. „Ich habe einen Fehler gemacht. Es tut mir leid.“ Er leide seit Jahren unter psychischen Problemen, habe Selbstmordgedanken gehabt und zu viel Alkohol getrunken.

Weil er einsichtig gewesen sei, forderte die Staatsanwaltschaft sieben Monat Haft für ihn – „die auf Bewährung ausgesetzt werden können“. Die Richterin verhängte einen siebenmonatige Freiheitsstrafe und setzte sie auf drei Jahre zur Bewährung aus: „In dieser Zeit dürfen sie nicht straffällig werden“, betonte sie. Außerdem muss er 1000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen und sich regelmäßig bei einem Bewährungshelfer melden.

Von Carsten Bischof

Der Name klingt nach Hilfe in höchster Bedrängnis, und das soll die Aktion des Kinder- und Jugendschutzes (kjs) Wolfsburg auch sein: Bereits seit 2012 betreibt der Verein das Projekt „Notinsel“ in Zusammenarbeit mit Partnern in Wolfsburg, Oebisfelde (Sachsen-Anhalt) und dem Landkreis Helmstedt.

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