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Stadt Wolfsburg Kinderpornographie: VW-Mitarbeiter (45) hortete Tausende Dateien
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kinderpornographie: VW-Mitarbeiter (45) hortete Tausende Dateien
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18:37 27.05.2019
Amtsgericht Wolfsburg: Ein 45-Jähriger stand vor Gericht – er hatte tausende Kinderporno-Dateien auf seinem PC und Handy. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Wegen des Besitzes von zahlreichen kinderpornographischen Dateien auf seinem PC und seinem Handy wurde ein 45-jähriger Wolfsburger am vergangenen Montag vom Amtsgericht Wolfsburg zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung für einen Zeitraum von vier Jahren, zu psychologischen Therapiegesprächen sowie zu einer Zahlung von 2000 Euro an den Kinderschutzbund verurteilt.

Hausdurchsuchung bei VW-Mitarbeiter

Im Zuge einer Hausdurchsuchung am 3. November 2015 waren bei dem 45-jährigen VW-Angestellten insgesamt 883 kinderpornographische und 2648 jugendpornographische Dateien auf drei Festplatten seines Rechners und seinem Mobiltelefon sichergestellt worden. Im Rahmen einer internationalen Fahndungsaktion bei den Internet-Portalen „Tumbler“ und Twitter waren zuvor Accounts aufgedeckt worden, die Hinweise auf den bisher noch nicht straffällig in Erscheinung getretenen Wolfsburger als Nutzer erbracht hatten.

Gleich zu Anfang des Prozesses ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger alle Vorwürfe einräumen. Von der Richterin nach dem Hintergrund dieses Besitzes befragt, gab der Angeklagte an, dass ihm als Moderator eines homosexuellen Forums derartige Dateien angeboten worden seien und er diese dann heruntergeladen, aber nicht weiter in Umlauf gebracht habe.

Richterin zum Angeklagten: „Diese Fotos schockieren mich!“

 Als das Gericht einige der relevanten Dateien in Augenschein nimmt, bricht der Richterin vor Entsetzen die Stimme: „Diese Fotos schockieren mich! Das sind hier zum Teil kleine Kinder – vier, fünf Jahre alt! Was gibt Ihnen das?“ Keine Antwort. Später gibt er an, seit der Hausdurchsuchung keine derartigen Bilder mehr heruntergeladen zu haben. Als Richterin und Staatsanwältin ihn fragen, welchen therapeutischen Schritte er seitdem unternommen habe, um seine abartigen Neigungen zu heilen, auch wieder keine Antwort.

Geständnis wurde strafmildernd berücksichtig

 Strafmildernd wurde das Geständnis berücksichtigt sowie die Tatsache, dass der Angeklagte bisher in keinster Weise vorbestraft ist. Positiv für seine Sozialprognose wurde sein fester Arbeitsplatz gewertet. Strafverschärfend wirkten sich hingegen die Art und die Vielzahl der Bilder aus sowie die Tatsache, dass der Angeklagte sich bisher keine therapeutische Hilfe geholt habe. Deshalb wurde die zehnmonatige Freiheitsstrafe nur unter einem beträchtlichen Auflagenpaket zur außergewöhnlich langen Bewährung von vier Jahren ausgesetzt: Der Angeklagte muss als Einstieg zehn Beratungsgespräche bei Pro Familia absolvieren. Danach soll er zwei Jahre lang psychologische Beratungsgespräche führen und muss 2000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.

Von swi

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