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Stadt Wolfsburg Zoll lässt Großbaustelle in Wolfsburg auffliegen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Zoll lässt Großbaustelle in Wolfsburg auffliegen
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14:52 19.11.2019
Gefälschte Ausweise: Der Zoll ließ sich nicht täuschen und nahm ein Dutzend Arbeiter mit aufs Polizeirevier. Quelle: Zoll
Wolfsburg

Jeder fünfe Arbeitnehmer, den der Zoll am 18. November auf einer Großbaustelle in Wolfsburg antraf, hätte nicht dort seien dürfen. Diese Bilanz zieht das Hauptzollamt Braunschweig nach der Prüfung eines großen Wolfsburger Bauprojekts. Schon in den Morgenstunden wurde das Gelände von 28 Zöllnern umstellt. Zu Recht, da bereits der Anblick der Streifenwagen und Uniformierten drei albanischen Bauarbeitern genügte, um eine Flucht zu versuchen. Ihre Überprüfung ergab, dass sie keine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis hatten und somit illegal auf der Baustelle waren.

„Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung“

„Die Maßnahme ging schon gut los und wurde ein voller Erfolg im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung“, kommentiert der neue Leiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des zuständigen Hauptzollamts Braunschweig Jens Bode. Denn neben den drei Albanern wurden unter den 60 Bauarbeitern noch neun weitere Ausländer ohne gültige Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis angetroffen.

Gefälschte Dokumente

Dass die meisten nicht versuchten zu flüchten, muss nicht zwingend an ihrer Ehrlichkeit liegen: acht von ihnen wiesen sich mit gefälschten Dokumenten osteuropäischer EU-Staaten aus. Da die Zöllner solche ID-Karten aber nicht zum ersten Mal sahen, brachten sie die Personen samt ihrer Papiere zu der Polizeiinspektion Wolfsburg, wo man die Dokumente prüfte und den Zöllnern Räume für die erforderlichen Vernehmungen zur Verfügung stellte.

Mehrere Behörden arbeiten zusammen

„Wir sind sehr dankbar für den Einsatz aller beteiligten Einsatzkräfte und die Unterstützung der PI Wolfsburg“, erkennt Zollinspektor Woltmann an, der den Einsatz vor Ort koordinierte. Denn außer dem Zoll und der Polizei wurde die Maßnahme auch von Dolmetschern, der Ausländerbehörde Wolfsburg sowie dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes Braunschweig und dem Gewerbeaufsichtsamt Wolfsburg unterstützt, das auch Verstöße feststellte und einen Teil der Baustelle stilllegte.

Hinweise auf Sozialbetrug und nicht gezahlten Mindestlohn

Zudem stießen die Zöllner auf Hinweise, dass einzelne Bauarbeiter zu Unrecht Sozialleistungen beziehen oder als Scheinselbstständige beschäftigt sein könnten. Bei einem Teil der etwa zehn betroffenen Arbeitgeber sind weitere Ermittlungen im Hinblick auf das Mindestlohngesetz nötig.

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