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Stadt Wolfsburg Kein Minus? Wolfsburger Klinikum hofft auf ausgeglichenes Ergebnis
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Kein Minus? Wolfsburger Klinikum hofft auf ausgeglichenes Ergebnis
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19:17 10.09.2019
Wolfsburger Klinikum: Die finanzielle Situation sieht in diesem Jahr besser aus als 2018. Quelle: Sebastian Bisch
Klieversberg

Das ist eine gute Nachricht aus dem Wolfsburger Klinikum: Machte es 2018 noch einen Verlust von 4,5 Millionen Euro, sieht die finanzielle Situation aktuell deutlich besser aus. „Unser Ziel ist es, ein mindestens annähernd ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erreichen“, sagte Klinikumsdirektor Wilken Köster am Dienstag im Klinikumsausschuss. Das sorgte für sehr zufriedene Gesichter bei den Ausschussmitgliedern. „Das ist ein großer Fortschritt“, lobte die stellvertretende Vorsitzende Christine Fischer die Sparbemühungen.

Aber sie erinnerte auch daran: „Gute Gesundheitsversorgung kostet eben Geld.“ Ein Restrisiko gibt es, das die Freude noch verderben könnte: die Patientenzahlen. Gehen die so stark zurück wie im vierten Quartal 2018, könnte das die Bilanz trüben. Sinkende Patientenzahlen waren auch ein Grund für das miese Ergebnis im vergangenen Jahr. Wolfsburg war da kein Einzelfall, erklärte der medizinische Direktor Dr. Akhil Chandra. Gründe für den Rückgang seien aber nicht bekannt.

Bislang stieg die Patientenzahl um 4 Prozent

Wilken Köster ist deshalb vorsichtig: „Wir wissen nicht, wie viele Patienten ab morgen zu uns kommen.“ Aber er kann sagen, dass die wirtschaftliche Situation im Wolfsburger Klinikum deutlich besser aussehe als in anderen Krankenhäusern. Denn in Wolfsburg wurden bislang vier Prozent mehr Menschen stationär behandelt, als im Vergleich zu den ersten acht Monaten in 2018.

Auch die Liege- und Wartezeiten wurden verkürzt – das freut auch die Patienten. Überhaupt stehe das Wohl der Patienten bei der Kostendiskussion an oberster Stelle, unterstrich Dezernentin Monika Müller. Ein großer finanzieller Brocken für das Klinikum ist die so genannte Arbeitnehmerüberlassung: Können Dienst nicht mit eigenem Personal abgedeckt werden, müssen externe Mitarbeiter geholt werden. In den ersten sieben Monaten des Jahres fielen dafür im ärztlichen Dienst stolze 900 000 Euro an. „Wir gehen aber davon aus, dass wir die Kosten dafür gegenüber 2018 senken können“, so Köster. Marco Meiners (FDP) wollte wissen, warum das Klinikum so viele externe Mitarbeiter hole. „Sind so viele Stellen unbesetzt?“ „Ja, sind es“, räumte der Klinikumsdirektor ein.

Auf der Suche nach Einsparpotenzialen

Die bessere wirtschaftliche Situation hat noch andere Gründe: Das Klinikum schaut sehr genau, wo es Einspar-Potenziale gebe, eine externe Beratung half dabei. Das zeige Erfolge. Kostenersparnisse erhofft sich Wolfsburg auch von einer Kooperationen mit den Kliniken in Braunschweig (1500 Betten) und Wolfenbüttel (300 Betten). „Wir führen seit Anfang des Jahres Gespräche“, erklärte Monika Müller im Ausschuss. Im Herbst soll ein „Letter of Intent, der die Zusammenarbeit vertraglich regelt, unterschrieben werden.

Als sie nach Wolfsburg kam, fiel ihr auf, dass es nur noch wenige kommunale Kliniken in der Region gebe – und dass die nur wenig zusammenarbeiten. Kooperation von Fortbildung bei Mitarbeitern, gemeinsamer Einkauf von Medikamenten oder medizinischem Gerät sei möglich. Das spare Geld.

Außerdem erwarte das Bundesgesundheitsministerium bestimmte „Mindestmengen“ an Operationen von Krankenhäusern. Werden diese Zahlen nicht erreicht, werden die OPs nicht bezahlt. Schließen sich drei Kliniken zusammen, kann sich jede auf Behandlungen spezialisieren und schafft so die geforderte Mindestmenge. Folge: Einige Operationen sind dann vielleicht nicht mehr in Wolfsburg möglich, sondern in Braunschweig oder Wolfenbüttel.

Von Sylvia Telge

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