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Stadt Wolfsburg Junger Vater hortete mehr als 1200 Kinderporno-Dateien auf Computer
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Junger Vater hortete mehr als 1200 Kinderporno-Dateien auf Computer
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17:53 24.09.2019
Amtsgericht Wolfsburg: Hier wurde der Fall verhandelt. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Der 45-jährige Wolfsburger hortete 1222 Dateien mit kinderpornografischem Inhalt auf seinem Computer. Dafür verurteilte ihn das Amtsgericht Wolfsburg am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 3000 Euro, die in sechs Raten an den Kinderschutzbund gezahlt werden muss.

Umfassendes Geständnis abgelegt

Bei einer Hausdurchsuchung am 16. August 2016 entdeckten die Ermittler die Kinderpornos auf dem Rechner des Mannes, „die abscheuliche sexuelle Handlungen an kleinen Kindern im Alter zwischen vier und sieben Jahren zeigen“ sollen. Vor Gericht legte der Wolfsburger, der selbst Kinder hat, ein vollumfängliches Geständnis ab und gab sich zugleich reumütig.

Fehlendes Unrechtsbewusstsein

Zu besagter Zeit sei er arbeitslos und in keiner Beziehung gewesen, da habe er sich aus Langeweile gelegentlich Pornos von einem Bekannten heruntergeladen. Dieser ist zwischenzeitlich in einem gesonderten Verfahren verurteilt worden. Der Angeklagte erklärte sein damals fehlendes Unrechtsbewusstsein mit einer persönlichen Krise, in der er arbeitslos gewesen sei und weder familiär noch sonst im alltäglichen Leben Kontakt mit Kindern gehabt habe. Inzwischen sei er jedoch verheiratet, Vater zweier eigener Kinder und beim IT-Support der Volkswagen Group Services angestellt, so dass er so etwas nie wieder tun werde.

Richterin sorgt sich um Kinder

Die Richterin fragte gezielt nach: „Weiß Ihre Frau von diesem Verfahren? Wenn ich bedenke, dass inzwischen eigene Kinder in einem gemeinsamen Haushalt mit Ihnen leben, wird mir ganz anders. Ich mache mir wirklich große Sorgen um Ihre Kinder!“ Die Richterin zitierte den Angeklagten an ihren Tisch und hielt ihm direkt die abscheulichen Bilder vor.

Bisher nicht vorbestraft

Die schockierenden Fotos trieben dem Angeklagten vor Scham Tränen in die Augen, raubten dem Staatsanwalt die Worte und veranlassten auch den Verteidiger des Angeklagten zu der distanzierenden Feststellung: „Ich bin zwar ein Wahlverteidiger, fühle mich in diesem Fall aber wie ein Pflichtverteidiger.“ Das vollumfängliche Geständnis, die vom Angeklagten glaubhaft versicherte Reue sowie die Tatsache, dass er zuvor noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, mussten strafmildernd berücksichtigt werden, so dass die Strafe für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Therapie angeraten

Die erhebliche Menge der vorgefundenen Dateien sowie der Inhalt führte zu der Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Diese sei mit einer großen Warnung verbunden, so die Richterin. „Lassen Sie sich auch nur das Geringste zu Schulden kommen, sitzen Sie diese Strafe ab. Zudem legte sie dem Mann nahe, eine Therapie zu vollziehen.

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