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Stadt Wolfsburg Jetzt fallen Fichten im Hasselbachtal
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Jetzt fallen Fichten im Hasselbachtal
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19:00 29.05.2019
Hasselbachtal: Spaziergängerin Eike Sterra ärgert sich über lautstarke Forstarbeiten und gefällte Fichten. Quelle: Sebastian Bisch
Steimker Berg

Wie von Stadtförster Dirk Schäfer im Bürgerdiensteausschuss bereits angekündigt, fanden jetzt auch im Hasselbachtal Baumfällarbeiten wegen der Borkenkäfer-Plage statt. Spaziergängerin Eike Sterra hatte zwar die Diskussion in den Medien verfolgt, war aber trotzdem schockiert. „Wenn man die Motorsäge hört und dann sieht, wie die Bäume im Akkord fallen, läuft es einem kalt den Rücken herunter“, sagt sie.

Brut der Borkenkäfer hat milden Winter überlebt

Etwa 15 Fichten fielen am Dienstag, weitere am Mittwoch. „Sie waren frisch und stark mit Borkenkäfern befallen“, teilte Stadtsprecherin Elke Wichmann auf WAZ-Nachfrage mit. Die Brut der Käfer hat laut Fachleuten der Forstwirtschaft trotz der bereits erfolgten Auslichtungen im Herbst 2018 überlebt – der milde Winter begünstigte das und nach den ersten warmen Tagen im Jahr 2019 verließen sie das Unterholz und flogen aus.

Baumfällungen sind laut Stadt unverzichtbar

Jetzt werden die von ihnen neu befallenen Bäume, die die nächste Brut ernähren, mit schweren Maschinen aus dem Wald gezogen. „Und sie werden mit zugelassenen Mitteln behandelt, so dass neu anfliegende Borkenkäfer ebenso wie die in den nächsten Wochen schlüpfenden Jungkäfer absterben“, sagt Wichmann. Die Maßnahme sei unverzichtbar, um den etwa 2,5 Hektar umfassenden Fichtenbestand nicht dem Absterben preis zu geben. „Die Arbeiten werden in Kürze abgeschlossen sein.“

Kritik an den schweren Maschinen im Wald

Seit Mittwoch weisen Schilder mit dem Hinweis „Holzernte“ auf die Arbeiten hin. Forstarbeiten dürfen grundsätzlich auch während der Brut- und Setzzeit stattfinden, in der in anderen Bereichen das Entfernen von Bäumen und Büschen zum Schutz für den Vogelnachwuchs verboten ist. Der Kritik von Umweltschützern, hier gehe es nicht nur um die Eindämmung der Borkenkäfer sondern vor allem um wirtschaftliche Interessen entgegnen die Forstmitarbeiter, dass der Holzpreis wegen der überall in Deutschland notwendigen Fällarbeiten so niedrig ist, dass sich ein Erhalt der Bäume zurzeit viel eher lohnen würde als der Holzverkauf. Weitere Kritik gibt es wegen der schweren Maschinen, die den Waldboden verdichten. Ihr Einsatz ist laut Fachleuten wegen der Eile und aus Gründen der Arbeitssicherheit unverzichtbar. „Wir müssen es wohl alles erdulden“, sagt Eike Sterra resigniert.

Von Andrea Müller-Kudelka

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