Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Ja zu Blitzern am St.-Annen-Knoten
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ja zu Blitzern am St.-Annen-Knoten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 10.05.2019
Unfallschwerpunkt: Die Gefahrensituation am St.-Annen-Knoten soll durch die stationären Blitzeranlagen, die sowohl Tempoverstöße als auch Rotsünder registrieren, entschärft werden. Quelle: Sebastian Bisch
Anzeige
Wolfsburg

Rotsündern und Rasern am St.-Annen-Knoten soll es künftig an den Kragen gehen. Der Ausschuss für Bürgerdienste und der Ortsrat Stadtmitte haben am Dienstag einen Vorschlag der Stadtverwaltung abgesegnet, laut dem zwei stationäre Blitzer-Anlagen für den Kreuzungsbereich angeschafft werden sollen. Eine soll im Bereich Berliner Ring/Berliner Brücke in Fahrtrichtung Norden aufgebaut werden, eine weitere im Bereich der Dieselstraße in Fahrtrichtung Süden. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung des Rates.

Lesen Sie auch: Beim Verkehr macht der Ortsrat Stadtmitte Druck

Anzeige

Laserbasierte Messtechnik

Geplant ist die Beschaffung einer laserbasierten Messtechnik auf dem neuesten Stand der Technik, die gleichzeitig Geschwindigkeit, Rotlicht und Verstöße bei Fahrspurwechseln überwacht.

Direkter Draht zur Bußgeldstelle

Beabsichtigt ist außerdem, eine Online-Anbindung von der stationären Anlage zur Bußgeldstelle einzurichten, so dass ein direkter Zugriff auf die Verstöße möglich ist. Die Kosten für die Beschaffung der Anlagen inklusive Anschlussarbeiten belaufen sich nach Angaben der Stadt auf rund 225.000 Euro.

Lesen Sie auch: Hiobsbotschaften für den Ortsrat Stadtmitte

Kritik der FDP

Beinahe alle Parteien signalisierten am Dienstag bereits ihre Zustimmung. Nur die FDP-Fraktion kündigte an, im Rat mit Nein zu stimmen. „Es gibt bei der derzeitigen Haushaltslage wichtigere Anschaffungen“, sagte Kristin Krumm. Zudem werde der St.-Annen-Knoten in absehbarer Zeit sowieso umgeplant und es seien dort keine Fußgänger unterwegs.

Polizei favorisiert den Standort

Die Frage der Finanzen stellte sich aus Sicht der anderen Parteien nicht. „Da kommt es nicht auf die Kosten an, durch die Anlagen werden Gefahren verhindert“, sagte Andreas Klaffehn (PUG). Unterstützung bekam er dabei von der Verwaltung, die noch einmal betonte, dass es an dieser Stelle leider immer wieder zu schweren Unfällen komme. Auch die Polizei habe den St- Annen-Knoten deswegen als Standort favorisiert.

Zudem, auch da waren sich fast alle einig, werde sich die Anlage durch die erfassten Verkehrsverstöße schnell amortisieren.

Von Steffen Schmidt