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Stadt Wolfsburg Welche weiterführende Schule für mein Kind? Fragen an Dezernentin Iris Bothe
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Welche weiterführende Schule für mein Kind? Fragen an Dezernentin Iris Bothe
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00:21 26.04.2019
Im Interview: Stadträtin Iris Bothe, Dezernentin für Bildung, Jugend und Integration, sprach mit der WAZ über weiterführende Schulen. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Wolfsburg

Für Eltern und Kinder ist die Entscheidung, wo die Laufbahn nach der Grundschule fortgesetzt wird, nicht einfach – und die zum Teil überlaufenen Standorte in Wolfsburg machen das nicht besser. Die WAZ sprach mit der zuständigen Dezernentin der Stadt, Iris Bothe, über das Thema.

Das Motto „Kurze Beine, kurze Wege“ ist ab der fünften Klasse nicht mehr entscheidend, oder?

Ich glaube, dass es sehr unterschiedliche Gründe für die Wahl der weiterführenden Schule gibt. Aus beruflichen oder logistischen Gründen spielt der Standort für viele eine große Rolle. Auch Freundschaften oder Ganztagsangebote sind wichtig. Und es gibt Eltern, die gucken genau, welche Entwicklungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist denn aus Ihrer Sicht wichtiger?

Wichtig ist, zu gucken, was bringt ein Schüler oder eine Schülerin mit. Ich stand ja selbst einmal mit meiner Tochter vor dieser Situation. Ich würde immer versuchen, es mit dem Kind gemeinsam zu klären – und klar zu machen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt. Es hilft, die Atmosphäre an verschiedenen Schulen zu schnuppern. Viele bieten auch Probeunterricht an. Wolfsburg ist ja nicht so groß, dass die Entfernungen unüberbrückbar sind.

Aber gerade der Schulweg ist für viele ein Gräuel – könnte man da vielleicht in Sachen Transport bessere Wege finden als den Linienverkehr mit seinen langen Fahrtzeiten?

Wir versuchen in jedem Jahr, uns mit den Verkehrsgesellschaften in Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt gut abzustimmen und haben gerade wieder zusammengesessen, um zum Beispiel die Verbindung vom Boldecker Land zum ASG in Westhagen zu besprechen. Außerdem machen Grundschüler ja einen Fahrradführerschein – auch das ist ein guter Weg, gerade mit Blick auf die Ökologie. Und es trägt zur Selbstständigkeit bei.

Die klassischen Schulformen – zumindest Gymnasien und Realschulen – sind offensichtlich überlaufen. Gibt es vielleicht eine gewisse Angst neueren Systemen wie der Oberschule oder den Gesamtschulen gegenüber?

Vielen Eltern ist nicht bewusst, dass man zum Beispiel an einer Oberschule auch den erweiterten Realschulabschluss erwerben kann. Die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule dagegen lost ihre Plätze quasi schon traditionell aus. Und die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in Kreuzheide verzeichnet steigende Schülerzahlen, aber sie hat zurzeit noch Luft nach oben.

Sollte man vielleicht angesichts der steigenden Schülerzahlen einen ganz neuen Standort eröffnen?

Wir haben uns Alternativen angeguckt und tendieren dazu, bestehende Schulen zu erweitern. Dadurch hat man perspektivisch ein atmendes System, falls die Schülerzahlen wieder sinken. Und auch die Lehrerversorgung kann man so besser organisieren.

Sie betonen immer wieder die Durchlässigkeit des Schulsystems. Was genau wollen sie den Eltern damit ans Herz legen?

Man kann sich von jeder Startposition aus für einen höheren Bildungsabschluss qualifizieren. Ich kann zum Beispiel auf der Hauptschule auch den Realschulabschluss machen und habe gute Chancen, wenn ich nach einer Berufsausbildung ein Studium beginne – die praktische Erfahrung werten Arbeitgeber als Vorteil. Und die meisten der heutigen Kinder werden später unterschiedliche Berufe ausüben, immer wieder dazulernen müssen. Keine Schule ist eine Einbahnstraße. Zurzeit haben wir eine sehr große Zahl an Wiederholern auf den Gymnasien und 30 Prozent Studienabbrecher. Wenn man seinem Kind positive Erlebnisse ermöglicht, wird es eher glauben, eigene Ziele auch später noch erreichen zu können. Das erlebe ich zum Beispiel beim RegionalVerbund für Ausbildung: Da gibt es viele, die vorher keine positiven Erfahrungen gemacht haben, dann aber als Beste in ihrem Jahrgang abschließen – weil jemand an ihre Entwicklungsmöglichkeiten glaubt.

Beratung in Schulfragen

Grundsätzlich kann an allen Schulformen in Wolfsburg jeder Abschluss abgelegt werden, so dass auch ein Wechsel zwischen den Schulformen noch später möglich ist. Eltern aus Wolfsburg können ihr Kind an jeder Schule der Stadt anmelden. Schulen in freier Trägerschaft können aber Zugangsvoraussetzungen und gegebenenfalls Beiträge verlangen.

Gibt es an einem Schulstandort mehr Anmeldungen als Plätze, wird ein Losverfahren durchgeführt. Eine Garantie gibt die Stadt Wolfsburg nur darauf, dass jeder und jede die gewünschte Schulform besuchen kann.

Anmeldetermine für die 5. Klassen:

Integrierte Gesamtschule und Oberschule: 25 bis 26. April und 29. April

Gymnasium: 6. bis 8. Mai

Haupt und Realschulen: 13. bis 15. Mai

Nachmeldungen für alle Schulen in städtischer Trägerschaft: 20./21. Mai

Kriterien:

Zunächst werden Schulplätze an Geschwisterkinder vergeben – aus Wolfsburg und auch aus angrenzenden Landkreisen. Danach haben Wolfsburger Kinder Vorrang vor Auswärtigen. Wohnortnähe und Zensuren lässt das niedersächsische Schulgesetz als Kriterium bei Anmelde- und Losverfahren nicht zu.

Bei weiteren Fragen:

Weitere Fragen beantwortet die Schulberatung der Stadt Wolfsburg. Ansprechpartnerin ist Stephanie Deutges. Erreichbar ist die Schulberatung Montag und Dienstag von 8.30 bis 12.30 Uhr, Donnerstag von 10 bis 17.30 Uhr sowie Freitag von 8.30 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung in der Porschestraße 74, Telefonnumer 05361/281129, E-Mail: schullandschaft@stadt.wolfsburg.de.

Von Andrea Müller-Kudelka

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