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Stadt Wolfsburg Integrationsbüro am Hageberg ist das neueste Projekt des Handlungskonzepts
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Integrationsbüro am Hageberg ist das neueste Projekt des Handlungskonzepts
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20:00 13.06.2019
Wohnkomplex am Hageberg: Hier will das Integrationsreferat eine Kontaktstelle einrichten. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Im Jahr 2011 startete die Umsetzung des Integrationskonzepts „Vielfalt leben“, jetzt legt das Referat Integration eine erste Bestandsaufnahme vor. Mitglieder des Ausschusses erfuhren dabei auf Nachfrage von Andreas Klaffehn (PUG) vom neuesten Projekt: In der Wohnanlage auf dem Hageberg sollen bald Ansprechpartner mit pädagogischer Ausbildung arbeiten, um anerkannten Asylbewerbern zu helfen, die nicht mehr in einer betreuten Unterkunft wohnen.

Wohnmix mit Hilfs-Angebot

Ursprünglich sollte auch der 2016 fertiggestellte Komplex am Hageberg als Flüchtlingsunterkunft dienen, dann hat ihn die Neuland übernommen und vermietet Wohnungen zum Preis von 8 Euro pro Quadratmeter an Niedriglöhner. „Es soll ein Mix werden“, erklärt Stadträtin Iris Bothe. Geflüchtete, Studierende und andere Niedriglöhner gehören zur Zielgruppe. Zwölf Familien und drei Wohngemeinschaften werden laut eines Infobriefs der Neuland ab Juli auf dem Hageberg einziehen, weitere Wohnungen seien noch frei.

Der Verwaltungsvorstand habe letzte Woche beschlossen, dort in einer Wohnung eineinhalb Stellen für Sozialarbeit einzurichten, erläuterte Sylvia Cultus, Leiterin des Integrationsreferates. Fördermöglichkeiten und die Beschäftigung von ehemaligen Flüchtlingen mit anerkannter pädagogischer Ausbildung werden gerade geprüft – sozusagen ein doppeltes Integrations-Konzept. „Wir haben die Notwendigkeit erkannt“, so Cultus.

Verstärkt auf Frauen zugehen

Als notwendig erachtet sie außerdem, künftig verstärkt Wohnungen für Großfamilien jeder Nationalität zu suchen, die sensible Altenpflege zu fördern – denn sowohl die Gepflegten als auch die Pflegenden stammen aus den unterschiedlichsten Kulturen – die Möglichkeiten zum Spracherwerb auszubauen und verstärkt auf Frauen mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte zuzugehen. Mit ihnen Kontakte zu knüpfen sei aus unterschiedlichen Gründen nicht einfach. Das liege vielleicht manchmal, aber nicht immer an dominanten Männern, erwiderte Cultus auf entsprechende Nachfragen von Thomas Schlick (AfD) und Peter Kassel (CDU). Wichtig sei, dass keine Parallelgesellschaften entstehen. Wie der richtige Weg aussieht, das müsse man jetzt erst gemeinsam erarbeiten – und das war durchaus ein Appell an die Politik.

Was aus dem Integrations-Konzept von 2011 bisher schon umgesetzt und was wieder verworfen wurde, zeigt ein ausführlicher Bericht auf mehr als 40 Seiten. Kurzfassung: fünf Handlungsfelder, 150 Workshops, 275 Maßnahmen.

Zuwanderung und Flucht

Seit 2011 gibt es das Integrationskonzept „Vielfalt Leben“ für Wolfsburg. Kurz danach setzte die sogenannte Flüchtlingswelle wegen des Syrien-Konflikts ein. Das Integrationsreferat präsentierte bei seinem Bericht über die bisherigen Maßnahmen auch Strukturdaten der Stadt Wolfsburg, die zeigen, wie notwendig eine Systematik angesichts der wachsenden Bedarfe war und ist.

Die Gesamtbevölkerung in Wolfsburg wuchs seit Inkrafttreten des Konzepts um gut 3000 Menschen: 122.308 waren es im Jahr 2011, im Jahr 2018 zählten die Statistiker 125.408 Menschen.

Eine Zuwanderungsgeschichte hatte im Jahr 2011 32,2 Prozent der Bevölkerung. 2018 waren es 38,8 Prozent.

Zu den Geflüchteten zählte man 2011 566 in Wolfsburg lebende Menschen. 2018 waren es 3493.

Von Andrea Müller-Kudelka

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