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Stadt Wolfsburg Inszenierung von „My fair Lady“: Schauspieler üben in Wolfsburg Gesellschaftskritik
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Inszenierung von „My fair Lady“: Schauspieler üben in Wolfsburg Gesellschaftskritik
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16:16 12.01.2020
Lebendiges Zusammenspiel: Die Besetzung war ideal. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Seit der Uraufführung im Jahr 1956 gehört „My Fair Lady“ weltweit bis heute zu den erfolgreichsten Musicals. Das am Samstag restlos ausverkaufte Scharoun-Theater Wolfsburg ist ein Beweis für die Beliebtheit des Stücks, und die mehr als zweieinhalbstündige überwältigende Begeisterung des Publikums ist ein Hinweis auf eine außergewöhnliche Aufführung des Landestheaters Detmold. Überzeugend siedelt Christian Poewe in seiner Inszenierung die Handlung im letzten Jahrhundert an. Er bringt das Geschehen in einem großen Bogen vom Anfang bis zum Ende schwungvoll auf die Bühne.

My fair Lady: Der Inhalt des Stücks

Es ist die Geschichte des Blumenmädchens Eliza Doolittle (Caterina Maier), Tochter des Müllkutschers Alfred (Rudi Reschke), die aus einfachen Verhältnissen aufgrund einer Wette in die gehobenen Kreise aufsteigt. Denn: Der Phonetikprofessor Henry Higgins (Andreas Jören), dem Elizas „Rinnsteinjargon“ auffällt, macht sie zum Gegenstand eines Experiments. Er wettet mit seinem Freund Oberst Pickering (Hannes Fischer), durch gezielten Sprachunterricht innerhalb von sechs Monaten das schlichte Mädchen zu einer Dame umzuformen, die auch öffentlich in der feinen Gesellschaft als Lady anerkannt wird.

Scharoun Theater – das ist die Aufführung in Bildern:

Christian Poewe vom Landestheater Detmold bringt in seiner Inszenierung das Geschehen schwungvoll auf die Bühne.

Sprache, Musik und Schauspielleistung: Inszenierung ist gelungen

Die Geschichte wird zu einer humorvollen Mischung aus Sprachparodie und Gesellschaftssatire, aber auch Geschlechterkampf und Liebesgeschichte, bei der Text und Musik (Frederick Loewe) zu einer Einheit verschmelzen.

Die Musik ist eingängig. Zahlreiche Melodien und Texte haben sich im Gedächtnis längst eingeprägt – Elizas berlinerndes Lied vom kleinen Glück in einem „Zimmerchen irjendwo mit Koks im Ofen, sowieso“ oder „Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht“ oder ebenso das ausgelassene Lied ihres Vaters: „Hei, heute Morgen mach‘ ich Hochzeit“.

Das Musical lebt von einem umfangreichen Ensemble, das die unterschiedliche Bevölkerung Londons repräsentiert. Da sind einerseits die Obdachlosen, Herumtreiber, Straßenverkäufer und Betrunkenen, die sich mit einer überdimensionierten Ratte abgeben, aber auch die feine Gesellschaft.

Lebendige Darstellung des Bühnenstücks

Die Figuren des Stücks werden vom kompletten Ensemble mit Leben gefüllt werden. Die Rollen sind ausnahmslos ideal besetzt. Das Zusammenwirken der drei Hauptakteure Andreas Jören, Caterina Maier und Rudie Reschke sowie Hannes Fischer ist beispielhaft für die Lebendigkeit der Darstellung, die leicht vergessen lässt, dass es sich um ein Bühnenstück handelt.

Das Symphonische Orchester des Landestheaters Detmold rundet unter der Leitung von Mathias Mönius durch schwungvolles Spiel die herausragende Aufführung ab.

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