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Stadt Wolfsburg Infostand zum Tag der Drogentoten in der Fuzo
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Infostand zum Tag der Drogentoten in der Fuzo
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16:00 22.07.2018
Tag der Drogentoten: Die Drobs war am Samstag mit einem Infostand in der Fuzo vertreten.
Tag der Drogentoten: Die Drobs war am Samstag mit einem Infostand in der Fuzo vertreten. Quelle: Boris Baschin
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Stadtmitte

Zum Internationalen Tag der Drogentoten leisteten die Mitarbeiter der Drobs gemeinsam mit dem Elternkreis drogengefährdeter und drogenabhängiger Jugendlicher Aufklärungsarbeit mit einem Infostand: „Während Alkoholsucht in der Gesellschaft weitestgehend anerkannt ist, herrscht bei illegalen Drogen oft das Vorurteil, die Leute seien selber schuld“, sagte Claudia Ehlers von der Drobs.

Erinnerung und Grüße an Wolfsburger Drogentote

Ein großes Papier, mit den Namen von Wolfsburger Drogentoten, zog die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Unter den Namen standen persönliche Grüße von Freunden: „Mit jedem Toten, verlieren die Leute aus der Szene einen Freund. Sie werden meist nicht aufgefangen“, beklagte Ehlers. Um eine Möglichkeit zur gemeinsamen Trauer und öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen, führte eine Gruppe von Eltern vor 20 Jahren einen Gedenktag für ihre an illegalen Drogen verstorbenen Kinder ein. Über die Scham betroffener Eltern spricht Inge Grasenick vom Elternkreis aus eigener Erfahrung: „Ich habe zehn Jahre gebraucht, bis ich ehrlich über die Sucht meines Sohnes reden konnte.“

Alkohol und Tabak harmloser?

Neben illegalen Drogen ging es Ehlers und ihrem Team auch um die vermeintlich harmloseren Drogen: „Jedes Jahr sterben 75.000 Menschen in Deutschland an den Folgen von Alkoholkonsum und 120.000 durch Tabak.“

Von Melanie Köster