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Stadt Wolfsburg Rollatoren, Rollstühle, Kinderwagen: In den Bussen wird’s häufig eng
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Rollatoren, Rollstühle, Kinderwagen: In den Bussen wird’s häufig eng
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00:24 26.07.2018
Mit dem Rollstuhl im Bus: Die WVG schafft überwiegend Gelenkbusse mit zwei Sondernutzungsflächen an.
Mit dem Rollstuhl im Bus: Die WVG schafft überwiegend Gelenkbusse mit zwei Sondernutzungsflächen an. Quelle: Archiv
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Wolfsburg

Wolfsburg wird immer älter, zahlreiche Senioren sind auf Rollator oder den Rollstuhl angewiesen – und auf den Bus. Das führt im wahrsten Sinne des Wortes zu Engpässen, wenn die Rollator-Fahrer im Bus auf Fahrgäste mit Rollstühlen oder auf Mütter mit Kinderwagen treffen. Dann ist das Gedränge groß, beim Ausstieg muss viel rangiert werden, die Hektik entlädt sich bisweilen in Schimpferei oder sogar Remplern.

WVG reagiert mit dem Einsatz von Gelenkbussen

Die WVG kennt das Problem und hat reagiert, zum Beispiel mit entsprechenden Fahrzeugen. „Es werden überwiegend Gelenkbusse mit zwei Sondernutzungsflächen angeschafft. Somit können mehr Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren befördert werden“, sagt WVG-Sprecherin Petra Buerke.

Doch am Ende hat der Fahrer das letzte Wort

Wenn noch zusätzlich Rollator-Nutzer oder Mütter mit Kinderwagen in einen ohnehin vollen Bus wollen, hat der Fahrer das letzte Wort. Denn, so Petra Buerke: „Der Busfahrer ist für die Sicherheit aller Fahrgäste verantwortlich und entscheidet, ob die Sicherheit gewährleistet ist.“ Und das bedeutet klipp und klar: „Das kann zur Folge haben, dass nicht alle Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühlen mitgenommen werden können.“

Da die Zahl der Senioren in Wolfsburg eher zunehmen dürfte, ist vollständige Abhilfe kaum in Sicht: Auf manchen Linien und zu manchen Zeiten dürfte es eng bleiben im Bus.

Rollstuhlfahrerplätze in den Bussen

Rollstuhlfahrer sind oft noch stärker auf Busse angewiesen als Menschen im Rollatoren oder Kinderwagen. Die WVG hat daher Fahrzeuge mit ein oder zwei ausgewiesenen Rollstuhlfahrerplätzen im Einsatz. Die genaue Anzahl der Rollstuhlfahrerplätze im Bus können den Piktogrammen im vorderen Türbereich entnommen werden.

Außerdem stellt sich WVG auch auf entsprechende Gruppenfahrten ein. Wenn mehrere Personen mit Kinderwagen oder Rollstühlen eine Fahrt im WVG-Bus planen, können diese Fahrten vorher angemeldet werden (Telefon 05361/1898888). So könne man besser reagieren und ausreichend Kapazitäten anbieten.

Von Carsten Baschin