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Stadt Wolfsburg In Stille und Würde: Wolfsburg gedenkt der Opfer des NS-Regimes
Wolfsburg Stadt Wolfsburg In Stille und Würde: Wolfsburg gedenkt der Opfer des NS-Regimes
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20:00 27.01.2019
Sara-Frenkel-Platz: Vertreter von Politik, Verwaltung und VW gedachten der Opfer des Nationalsozialismus
Sara-Frenkel-Platz: Vertreter von Politik, Verwaltung und VW gedachten der Opfer des Nationalsozialismus Quelle: Boris Baschin
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Stadtmitte

Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Dieter Landenberger, Leiter Volkswagen Heritage, legten jeweils einen Kranz nieder. Im Anschluss fand eine Schweigeminute statt. Weitere Kranzniederlegungen in Wolfsburg fanden in der Nordstadt an der Gedenkstätte in der Werderstraße statt sowie am Laagberg an der Stele , deren Inschrift an das KZ-Außenlager erinnert, dass sich dort befand.

Auch in Wolfsburg wurden zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust Kränze niedergelegt. Am Sara-Frenkel-Platz, an der Gedenkstätte Werderstraße (Nordstadt) und an der Stele am Laagberg gedachten Schüler, Vertreter von Politik und Volkswagen der Opfer des NS-Regimes – in aller Stille.

Der 27. Januar 1945 war der Tag, an dem die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreite. Das Lager war das größte Vernichtungslager der Nazis. Mehr als eine Millionen Menschen starben alleine dort. Insgesamt fielen dem Holocaust 5,6 Millionen Menschen zum Opfer.

Im Jahr 2005 riefen die Vereinten Nationen zum 60. Jahrestag der Bereifung diesen Tag zum Internationalen Gedenktag aus. In Wolfsburg ist es vor allem die Geschichte der Zwangsarbeiter, die mit dem Leiden unter der Nazi-Herrschaft verbunden ist. Sara Frenkel war eine Krankenschwester, die sich in der damaligen Stadt des KdF-Wagens von 1943 bis 1945 um die Neugeborenen der Zwangsarbeiter kümmern sollte.

Katastrophale Zustände nach dem Krieg

Durch die katastrophalen hygienischen Zustände hatte kaum eines der Kinder eine Überlebenschance. Um dies nie zu vergessen, wurde der Platz neben der Markthalle 2010 in Anwesenheit von Sara Frenkel nach ihr benannt.

Genau an dieser Stelle wurde nun am Sonntagmittag aller Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Dies taten die Beteiligten in aller Würde und aller Stille.

Von Robert Stockamp