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Stadt Wolfsburg Im Hospiz: Darum durfte bei Lesung gelacht werden
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Im Hospiz: Darum durfte bei Lesung gelacht werden
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15:00 24.09.2019
Im Wolfsburger Hospiz: Hier stellte die Fallersleber Autorin Sibylle Schreiber ihr neues Buch vor. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Die Fallerslebener Autorin Sybille Schreiber stellte in einer Premierenlesung ihr neues Buch „Vom Lachen über den Tod – Geschichten aus dem Hospiz“ vor. Als Veranstaltungsort wurde passend dazu das Hospizhaus Wolfsburg gewählt, 50 gespannte Zuhörern waren dabei.

Es ist ein hochemotionales Thema, zu dem die Wolfsburger Autorin ein aufmunterndes und zugleich sehr bewegendes Buch veröffentlicht hat. Es geht um das würdevolle sterben im Hospiz und darum, dieses Thema für die Leser greifbar zu machen. In 26 Kapiteln wurden die Hoffnungen und Wünsche sterbender Menschen zu lesens- sowie liebenswerten Kurzgeschichten aufgearbeitet.

Die letzten Tage würdevoll verbringen

Sie zeigen den Mut und die Kraft jener Personen, die im Hospiz ihre letzten Tage so würdevoll und fröhlich wie nur möglich verbringen möchten. Die Geschichten beruhen stets auf einem wahren Kern mit so stattgefunden Begebenheiten, die Namen der Personen und Orte wurden jedoch Fiktiv gewählt.

Sibylle Schreiber las. Quelle: Britta Schulze

Sybille Schreiber hatte ersten Kontakt mit dieser Thematik als eine Freundin von ihr einem Hospiz als Gast aufgenommen wurde. Eine weitere Freundin die dort als Mitarbeiterin tätig ist, lud sie ein dort aus ihren Büchern vorzulesen. Hierbei kam sie in Kontakt mit den Gästen des Hospizes und hörte viele bewegende aber auch lustige Geschichten. Sie bezeichnet die erste Lesung im Hospiz als „schönster Auftritt, den ich je hatte“.

Den Spaß am Leben nicht verloren

Sie lernte Menschen kennen, die ihren letzten Lebensweg gehen, aber den Spaß am Leben nicht verloren hatten. Gerade eine lebensfrohe Frau mit ALS bewegte sie dazu, diese Geschichten aufzuschreiben, um auch anderen Menschen einen Blick in das Leben im Hospiz zu ermöglichen.

Die Geschichten handeln von Personen mit besonderen Vorlieben, Sorgen oder Wünschen und wie sie ihre letzten Tage im Hospiz gestalten wollen. Sie sind so lustig und einfühlsam geschrieben, dass keinem der Zuhörer an diesem Abend ein schmunzeln oder Lachen verborgen blieb.

Liedermacher Walter Schlächter. Quelle: Britta Schulze

Natürlich stand der Tod am Ende der Geschichten, aber es ging darum wie die Menschen damit umgehen konnten, da sie im Hospiz stets liebevolle Menschen um sich wussten. Nach jeder Kurzgeschichte spielte der Liedermacher Walter Schlächter kurze Stücke die ebenfalls sehr gut bei allen Zuhörern ankamen.

Erfreut über positive Reaktionen

Sybille Schreiber freute sich nach der gelungenen Premierenvorstellung vor allem über die Reaktionen der Gäste des Wolfsburger Hospizes. Da einige von ihnen aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht bei der Lesung teilnehmen konnten, wurde abgesprochen lautlos per Handbewegungen zu klatschen um Rücksicht zu nehmen.

„In diesem Zusammenhang hat mich besonders berührt, dass die ältere Dame, die das Geschehen von ihrem Bett aus verfolgte, sich so sehr darüber freute, dass sie per Winken applaudieren durfte, da bei ihr normales klatschen nicht mehr möglich war. Auch war Sie begeistert von einem der Gäste der ihr den ganzen Abend über hilfsbereit assistierte. „Solche vermeintlich kleinen Details behalte ich im Herzen“.

Von Tobias Broska

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