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Stadt Wolfsburg IG Metall kritisiert Bundesratsbeschluss gegen Motorradlärm
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IG Metall Wolfsburg kritisiert Bundesratsbeschluss gegen Motorradlärm

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11:30 24.06.2020
Worker Wheels in Wolfsburg: Die Motorradgruppe der IG Metall unterstützt Proteste gegen geplante Fahrverbote. Quelle: IG Metall
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Wolfsburg

Die Motorradgruppen der IG-Metall-Geschäftsstellen Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter-Peine erklären sich solidarisch mit den Protesten von Motorradfahrern gegen drohende Fahrverbote. Die vorgeschlagene pauschale Lärmgrenze von 80 Dezibel sei für Millionen Motorräder nicht einzuhalten und „eine Enteignung durch die Hintertür“, kritisieren die als „Worker Wheels“ organisierten Motorradgruppen.

„Im Gegensatz zu Autos sind die Motoren bei Motorrädern nicht gekapselt“, sagt Thorsten Mislak von den Worker Wheels Wolfsburg. Und weiter: „Die vom Bundesrat empfohlenen E-Motorräder sind im Vergleich wesentlich teurer als E-Autos und haben noch weniger Reichweite. Außerdem fehlt genauso wie für Autos ein flächendeckendes Ladesäulensystem.“

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Der Bundesrat will zudem beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen

Die Länder hatten sich Mitte Mai dafür eingesetzt, dass Motorräder weniger Lärm verursachen. Die zulässigen Geräuschemissionen sollen auf einen Wert begrenzt werden, der in etwa der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lkw oder eines Rasenmähers entspricht. Auch Tuning, das sich erheblich auf die Lautstärke auswirkt, soll härter bestraft werden. Der Bundesrat will zudem beschränkte Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen ermöglichen.

Die IG-Metall-Motorradgruppen fordern die Bundesregierung auf, die Initiative des Bundesrates zurückzuweisen. Die Worker Wheels kritisieren die Landesregierung in Hannover, weil sie der Initiative ohne Rücksprache mit der Motorradszene zugestimmt habe. Die geplante Gesetzesinitiative mache das Motorradfahren weniger attraktiv und gefährde Arbeitsplätze in einem ganzen Wirtschaftszweig.

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Die Worker Wheels fordern ihre Mitglieder auf, sich den Protesten gegen drohende Fahrverbote anzuschließen. Gleichzeitig rufen sie Motorradfahrer dazu auf, illegale technische Veränderungen an den Fahrzeugen zu unterlassen. „Denn Straßenlärm ist schädlich und macht krank, heißt es in einer Mitteilung.

Von der Redaktion

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